Die deutsche Gewerkschaft VDV setzt sich bei den internationalen Dachverbänden FIFA und UEFA für Spieler aus Osteuropa ein.

"Wir brauchen dort Mindestarbeitsbedingungen, die eingehalten werden. In solchen Ländern muss von FIFA und UEFA, aber auch von der EU mehr Druck ausgeübt werden", sagte VDV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Hintergrund ist das kürzlich veröffentlichte "Schwarzbuch Osteuropa" der internationalen Spielergewerkschaft FIFPro.

Der Report schildert Mobbing, tätliche Angriffe und Drohungen gegen Spieler sowie unregelmäßige Bezahlungen.

Baranowskys österreichischer Kollege Rudolf Novotny forderte eine "generell härtere Lizenzierung für osteuropäische Vereine" und verlangte, dass Klubs aus dem Osten notfalls "aus den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen werden".

Novotny weiter: "Die internationalen Verbände unterschätzen das Ausmaß der osteuropäischen Verhältnisse."

Aus seiner Sicht führen die "sehr undurchsichtigen Verhältnisse" außerdem zu mehr und mehr Spielmanipulationen".