Lorenz Caffier, Vorsitzender der Innenministerkonferenz (IMK), hat an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) vor dem am kommenden Dienstag in Berlin stattfindenden Sicherheitsgipfel hohe Erwartungen gerichtet.

"Ich bin gespannt und erwarte konkrete Vorschläge, wie Verband und Vereine künftig konsequent gegen Gewalt bei Fußballspielen vorgehen wollen", sagte der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Vorfeld des Treffens.

DFB und DFL wollen mit den Verantwortlichen der 56 Profiklubs aus den ersten drei Ligen auf einer Konferenz unter dem Motto "Für Fußball. Gegen Gewalt." über Maßnahmen gegen zunehmende Randale in den Stadien beraten. Dazu wurden auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Caffier eingeladen.

Bei einem länderoffenen Spitzengespräch mit DFB und DFL werden die Vorschläge dann am 23. Juli in Berlin allen Innenministern vorgestellt, beraten und bewertet.

Die Politik drängt schon jetzt auf eine harte Linie beim Thema "Sicherheit in Fußballstadien".

Die Minister waren zuletzt übereingekommen, Fußballvereine und Fans stärker in die Verantwortung zu nehmen. DFB und DFL wurden aufgefordert, alle geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in den Stadien und auf Reisewegen umzusetzen.

Insbesondere hatten die Innenminister eine Verbesserung der Videotechnik, die bessere Qualifizierung der Ordnungskräfte, intensivere Einlasskontrollen sowie eine konsequente Durchsetzung von Stadienverboten gefordert.

Weitere Punkte des Forderungskatalogs sind die Prüfung der Einführung personalisierter Tickets und die konsequente Sanktionierung von Personen, die Pyrotechnik in Stadien abbrennen. Dazu zählt aus IMK-Sicht auch die Durchsetzung von zivilrechtlichen Ansprüchen der Vereine gegen die Verursacher.

Ganz klar hatte die IMK die Verbände aufgefordert, ihre Fanarbeit zu verstärken, Standards für die Arbeit festzulegen und für die ersten drei Ligen verpflichtend einzuführen. Zudem fordern die Innenminister, dass DFB und DFL ihre Unterstützungssummen für Prävention deutlich anheben.

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