Jacques Rogge hat ein Gespräch mit FIFA-Chef Joseph S. Blatter angekündigt. Dies erklärte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bei seiner ersten Pressekonferenz im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele.

Vorausgegangen waren in den letzten Tagen Korruptionsvorwürfe gegen den Präsidenten des Fußball-Weltverbandes, der zugleich IOC-Mitglied ist.

"Ich habe eine goldene Regel: Ich gebe keine Kommentare ab über Kollegen. Aber ich werde in ein paar Tagen mit Blatter reden, das ist selbstverständlich", meinte Rogge.

Am Mittwoch waren durch die Veröffentlichung von Gerichtsdokumenten zum Fall der mittlerweile bankrotten FIFA-Vermarktungsagentur ISL Schmiergeld-Zahlungen in Millionenhöhe an den früheren FIFA-Chef Joao Havelange und dessen ehemaligen Schwiegersohn Ricardo Teixeira bekannt geworden.

Blatter leugnete tags darauf seine Kenntnisse über die Vorgänge nicht, sah in seiner Tatenlosigkeit allerdings keinen Fehler.

In einer FIFA-Mitteilung sprach der Verbandsboss von "Provisionszahlungen". Man habe solche damals "als Geschäftsaufwand sogar von den Steuern abziehen" können.

"Heute wäre dies strafbar. Man kann die Vergangenheit nicht mit den Maßstäben von heute messen. Ich kann also nicht von einem Delikt gewusst haben, welches keines war", sagte Blatter.

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