DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock hat harte Maßnahmen gegen die zunehmende Gewalt in den Fußballstadien angekündigt.

"Wir wollen drastischere Strafen für Gewalttäter. Wir dürfen und werden nicht zulassen, dass eine Minderheit den Fußball kaputt macht", sagte Sandrock beim Sponsors Sports Venue Summit in der Münchner Allianz Arena: "Vielleicht waren wir an der einen oder anderen Stelle zu nachgiebig. Gemeinsam mit Vereinen, Polizei, Fans und Politik wollen wir Lösungen finden."

Eine pauschale Verurteilung der Fan-Szene lehnte Sandrock jedoch ausdrücklich ab. "Wir müssen uns klarmachen, dass 99 Prozent der Zuschauer in friedlicher Absicht ins Stadion kommen. Das sind die Fans."

Die Fangruppierung Ultras hätten jedoch zuletzt erklärt, dass Gewalt ein Thema von Fankultur sei. "Wer sich als Fan dazu bekennt, der ist in unseren Augen kein Fan. Mit diesen Leuten können und wollen wir uns nicht auf Augenhöhe unterhalten", sagte Sandrock.

Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Bundesligist Eintracht Frankfurt, setzt derweil zunächst auf Prävention: "Die Pyrotechnik ist zu einem Symbol des Protests gegen den Kommerz geworden. Die Problembesucher müssen wir noch näher an die Besonderheiten des Fußballs führen."

Sollte dies jedoch zu keiner Verhaltensänderung führen, müsse man diese Problembesucher "dauerhaft ausgrenzen".

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