Der ehemalige Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick hat in erster Linie ungesunde Ernährung für seine inzwischen überstandene Burnout-Erkrankung aus dem Jahr 2011 verantwortlich gemacht.
"Die gesundheitlichen Probleme, die ich hatte, waren zu 100 Prozent einfach auch körperlichen Dingen geschuldet und deswegen war es dann auch im Nachhinein nicht einfacher, aber klarer was man ändern muss", erklärte der 54-Jährige im "Star-Interview" bei SPORT1 (Erstausstrahlung am 19. Oktober): "Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt: Ich habe über Monate hinweg eigentlich fast gar keine Kohlenhydrate zu mir genommen. Jetzt versuche ich, das auch nach 16 Uhr so weit wie es geht zu vermeiden."
Aufgrund der Anforderungen der Branche sei es für viele Trainer und Manager in der Bundesliga nicht einfach, auf die Gesundheit zu achten, so der Sportdirektor des österreichischen Meisters Red Bull Salzburg.
"Geregelte Essenszeiten, das ist schon mal das erste: Ich bin früher teilweise regelmäßig ohne Frühstück aus dem Haus gegangen, über den Mittag hast du ja oft auch 1000 Argumente, warum es jetzt um 12 oder um 13 Uhr nicht möglich ist, etwas zu Mittag zu essen. Am Nachmittag und Abend hast du dann eben auch irgendwelche Termine", so Rangnick.
"Irgendwann um zehn, halb elf kommst du nach Hause, hast einen Mordskohldampf und dann schaust du halt mal, was der Kühlschrank noch so her gibt. Und das ist meistens nichts Gescheites. Dann isst du halt das, was noch so im Kühlschrank ist, trinkst dazu noch mal ein Bier oder auch zwei und gehst ins Bett – und wunderst dich, dass du nicht einschlafen kannst oder nicht gut schlafen kannst."
