Helmut Haller, Fußball-Vizeweltmeister von 1966, starb nach Informationen der "BILD" am Donnerstag im Alter von 73 Jahren im Kreise seiner Familie in Augsburg.

Er machte 33 Länderspiele, erzielte 13 Tore und nahm an drei Weltmeisterschaften teil: 1962 in Chile, 1966 in England und 1970 in Mexiko. Sein größter Erfolg war der zweite Platz bei der WM in England, als England im Finale durch das Wembley-Tor 4:2 gegen Deutschland gewann. Haller hatte die deutsche Mannschaft im Endspiel mit 1:0 in Führung geschossen.

Mit insgesamt sechs Treffern war er bei diesem Turnier der zweiterfolgreichste Schütze nach dem Portugiesen Eusébio (9 Tore).

Der frühere Nationalspieler Jürgen Grabowski hat sich bestürzt vom Tod seines ehemaligen Mitspielers Helmut Haller gezeigt. "Ich bin schockiert und total überrascht. Das ist eine Katastrophe", sagte Grabowski.

"Er war ein besonderer Spieler und ein wunderbarer Mensch, immer hilfsbereit", meinte der ehemalige Offensivstar von Eintracht Frankfurt: "Als ich 1966 als junger Spieler mit zur WM durfte, war Helmut Haller einer der Matadoren. Ich muss sagen, ich habe das Glück gehabt, einige Jahre mit ihm verbringen zu dürfen."

Als einer der ersten deutschen Fußballer nach Ludwig Janda, Horst Buhtz und Horst Szymaniak ging Haller nach Italien und wurde dort mit dem FC Bologna 1964 italienischer Meister.

Später wechselte er zu Juventus Turin und errang 1972 und 1973 ebenfalls die italienische Meisterschaft. 1979 beendete Helmut Haller bei seinem Heimatverein FC Augsburg seine Laufbahn als Fußballspieler. Für den FCA erzielte Haller in 94 Pflichtspielen 23 Treffer.

2006 hatte Haller einen Herzinfarkt. In den vergangenen Jahren litt er an Demenz und Parkinson.

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