Durch die Einsetzung von Behinderten-Beauftragten in allen 20 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sollen Menschen mit Beeinträchtigungen künftig einfacher in die Vereinsstrukturen eingebunden werden.
Die mit 100.000 Euro aus Mitteln der Sepp-Herberger-Stiftung geförderte Maßnahme wurde auf einer Arbeitstagung der Landesverbände zum Thema Inklusion in Barsinghausen bekannt gegeben.
Durch das Projekt erweitern Stiftung und Verbände ihre Arbeit über den bisherigen Schwerpunkt-Bereich Blindenfußball hinaus.
"Wir begreifen die beeinträchtigten Sportler als 'Fußballer' und möchten ihnen die Möglichkeiten bieten, in den organisierten Fußballstrukturen ihren Sport treiben zu können", erklärte Karl Rothmund als Stiftungs-Vorsitzender und DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik:
"Vor allem in den 26.000 Fußballvereinen gibt es viele Chancen und Möglichkeiten. Wir werden in den nächsten Jahren verstärkt integrative und inklusive Maßnahmen initiieren, fördern und gelungene Beispiele sammeln. In vielen Landesverbänden und Vereinen gibt es bereits hervorragende Ansätze."
In der Politik findet der Ansatz Beifall. "Der Fußball ist sowohl in der Spitze als auch in der Breite sehr gut aufgestellt und verfügt über verlässliche Strukturen, ein enges Netzwerk und eine Vielzahl ehrenamtlich Engagierter", sagte die Bundestags-Sportausschussvorsitzende Dagmar Freitag:
"Insbesondere die DFB-Landesverbände sind es, die den Breitensport organisieren - und hier würde sicher auch der allergrößte Teil des 'Fußballbetriebes' der Menschen mit Behinderungen stattfinden. Dass dieser mit Mitteln der Sepp-Herberger-Stiftung und durch regionale Koordinatoren an der Basis weiter entwickelt werden soll, ist großartig", ergänzte die Stiftungs-Kuratorin.
