Franz Beckenbauer hat am Freitag seine neue Aufgabe in der Ständigen Fußball-Kommission des Weltverbandes FIFA aufgenommen. Der "Kaiser" wurde in Zürich ebenso wie Brasiliens Fußball-Idol Pele zum Berater des Gremiums ernannt.

"Es ist eine weise Entscheidung, alle Kräfte zu bündeln", sagte Beckenbauer, der in der Kommission bereits den Vorsitz inne hatte. Mittlerweile wird sie vom französischen UEFA-Präsidenten Michel Platini geleitet.

Als "entscheidenden Tag für den Fußball" bezeichnete der ebenfalls anwesende FIFA-Präsident Joseph S. Blatter die neue Zusammensetzung: "Diese Kommission muss große Herausforderungen angehen, mit denen sich der Fußball konfrontiert sieht, etwa Bedrohungen wie Spielmanipulationen, die Struktur und Entwicklung des Sports und auch Fragen, die das Spiel selbst betreffen."

Nicht anwesend war Pele, der nach seiner Hüft-Operation auf die Reise in die Schweiz verzichtete.

Auch Beckenbauer begrüßte die neu aufgestellte Kommission. "Der Fußball ist nicht unantastbar. Wir müssen uns mit den wichtigen Aspekten des Fußballs auseinandersetzen. Diese Kommission ist das richtige Forum, da es die Kraft des Fußballs widerspiegelt. Ich freue mich sehr, dieser Kommission anzugehören."

Die von Beckenbauer zuletzt geführte Task Force 2014 hatte wie drei weitere Arbeitsgruppen ihre Aufgaben abgeschlossen und war aufgelöst worden.

Wichtigstes Thema beim ersten Treffen war das aktuelle Transfersystem. "Das jetzige System und der internationale Freigabeschein sind sehr gut und sorgen dafür, dass alle Transfers über die FIFA ordentlich abgewickelt werden", sage Karl-Heinz Rummenigge.

Weitere Themen waren die Stellung des Frauenfußballs, das finanzielle Fairplay und der Schutz Minderjähriger. Ausführlich besprochen wurde zudem die Lage bei den Spielervermittlern, wobei sich die Kommission klar für die Einführung internationaler Standards mit klaren Regeln und Bestimmungen aussprach.

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