Die Torlinien-Technik steht bei der Klub-Weltmeisterschaft in Japan (6. bis 16. Dezember) vor dem Härtetest, doch wenn es wirklich hart auf hart kommt, hat der Schiedsrichter weiter das letzte Wort.

Dies stellte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke vor dem Turnier, das am Mittwoch in Yokohama mit dem Viertelfinal-Ausscheidungsspiel zwischen Sanfrecce Hiroshima und dem Auckland City FC (Neuseeland) beginnt, unmissverständlich klar.

"Der Schiedsrichter bleibt der wichtigste Mann. Er ist derjenige, der entscheidet", sagte Valcke während einer Pressekonferenz in Tokio: "Wenn er irgendeinen Zweifel hat, der nicht ausgeräumt werden kann, hat er das Recht, zu sagen: Sorry, Leute, ich glaube nicht, dass ich mich auf das System verlassen kann."

Im Juli hatte das International Football Association Board (IFAB) des Weltverbandes FIFA entschieden, die Torlinien-Technik bei der Klub-WM, dem Confederations Cup 2013 in Brasilien und der WM 2014 einsetzen zu wollen.

In Japan kommen zwei konkurrierende Modelle zum Einsatz: "GoalRef", ein System zur Überprüfung strittiger Szenen mit einem Chip im Ball, und "Hawk-Eye", ein bereits aus dem Tennis bekanntes Kamera-System. Jeweils 90 Minuten vor dem Anpfiff werden die Systeme auf ihre Einsatzfähigkeit getestet.

"GoalRef" und "Hawk-Eye" sind laut Auskunft der FIFA seit 23. Oktober offiziell berechtigt, ihre Systeme "weltweit zu installieren". Die Unternehmen hatten an diesem Tage ihre Lizenzverträge unterzeichnet, was die FIFA als "Meilenstein im Torlinien-Technik-Verfahren" bezeichnete.

In Deutschland werden sie zunächst nicht eingesetzt.

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