DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat in seinem Weihnachtsgrußwort zum Kampf gegen Gewalt auf allen Ebenen des Fußballs aufgerufen.

"Die Freude und die Begeisterung, die der Fußball uns allen Woche für Woche vermittelt, gehen mit einer großen Sorge einher. Wir haben ein Problem, das man nicht nur am Profifußball festmachen darf, das sich vielmehr über alle Spielklassen hinweg zieht", schrieb Niersbach in seinem Beitrag für die DFB-Homepage.

Er fügte an: "Diesen Problemen müssen wir uns gemeinsam stellen. Und nur gemeinsam können wir uns um eine Lösung bemühen."

Er werde, schrieb Niersbach, aus seiner Position "immer wieder appellieren und Maßnahmen auf den Weg bringen". Umgesetzt werden müssten diese Maßnahmen aber "in und von den Vereinen und von jedem einzelnen Aktiven".

Gewalt zeige sich zum einen in tätlichen Übergriffen von Randalierern in und vor den Stadien, zum anderen werde sie aber "auch gegenüber Schiedsrichtern immer deutlicher sichtbar".

Niersbach erinnerte in diesem Zusammenhang an die tödliche Attacke von Jugendspielern auf den Linienrichter Richard Nieuwenhuizen in den Niederlanden.

Im sportlichen Teil seiner Jahresbilanz zeigte sich der Präsident mit den Platzierungen der Nationalmannschaften in den Ranglisten des Weltverbandes FIFA zufrieden. Sowohl Frauen als auch Männer liegen auf dem zweiten Platz.

Dennoch mahnte Niersbach: "Wir werden wegen der Erfolge in der Vergangenheit an Titeln gemessen. Dies werden und wollen wir nicht ignorieren. Titelgewinne bleiben unser großes Ziel."

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