HSV-Legende Manfred Kaltz ist mit den Hamburgern hart ins Gericht gegangen. "Ich kann leider beim HSV kein System erkennen", sagte Kaltz: "Von den Möglichkeiten her müsste der Verein kontinierlich zu den Top Fünf der Liga gehören, aber danach sieht es nicht aus. Eine Meisterschaft ist meilenweit weg."

Kaltz, der am Sonntag seinen 60. Geburtstag feiert, sieht die Verpflichtung von Rafael van der Vaart nach wie vor kritisch.

Wenn man ständig betont, dass man auf junge, entwicklungsfähige Spieler und Modernisierung setzt, macht man sich mit einer solchen Einkaufspolitik unglaubwürdig", meinte er: "Natürlich ist van der Vaart ein Superspieler, aber er ist eben auch teuer und überdies fast am Ende seiner Karriere angekommen."

Zudem wieß Kaltz darauf hin, "dass es einmal eine Zeit gab, in der er den HSV unbedingt sofort verlassen wollte."

Seinen Geburtstag feiert der erfolgreichster Spieler aller Zeiten beim Hamburger SV bei einem eigens für ihn organisierten "Manni-Kaltz-Cup 2013" im hessischen Bad Wildungen am Sonntag.

Er würde sich gerne von den HSV-Fans verabschieden: "Vielleicht bekomme ich ja doch noch irgendwann ein Abschiedsspiel - das wünsche ich mir dann zum 75. Geburtstag."

Der gebürtige Ludwigshafener absolvierte binnen 20 Jahren 568 Bundesligaspiele für die Hanseaten und erzielte dabei 76 Tore.

Die größten internationalen Erfolge des 69-maligen Nationalspielers waren der EM-Titel in Italien 1980 sowie die Finalteilnahme bei der Weltmeisterschaft in Spanien zwei Jahre später.

Mit dem HSV gewann Kaltz 1983 den Europapokal der Landesmeister, sechs Jahre zuvor holten sich die Norddeutschen den Europapokal der Pokalsieger.

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