Auch die Polizei in Rheinland-Pfalz setzt V-Leute zur Gefahrenabwehr in der Fußball-Szene ein. Das bestätigte David Freichel, Pressesprecher des Landesinnenministeriums.

Weil die Gewalt im Zusammenhang mit Fußball-Spielen zugenommen habe, müsse "die große Überzahl an friedlichen Fußballfans vor diesen Gefahren wirksam geschützt werden", sagte Freichel: "Dies kann im Einzelfall auch den Einsatz von Vertrauenspersonen bedeuten."

Dies geschehe "ausschließlich aufgrund einer richterlichen Entscheidung zur Abwehr solcher Gefahren und zur Verhütung oder Verfolgung einschlägiger schwerwiegender Straftaten".

Zuvor hatten bereits die Innenminister von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg den Einsatz von V-Leuten im Fußball bestätigt.

Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Bayern erklärten indes, dass die jeweiligen Landespolizeien bei ihren Ermittlungen keine V-Leute unter Fußballfans einsetzten. Dies gilt nach SID-Informationen auch für Hessen. Berlin bestätigte einen "gefahrenabwehrenden Einsatz" für den Zeitraum der WM 2006.

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