Nach der öffentlichen Verhöhnung eines bei einem Hubschrauberabsturz getöteten Bundespolizisten durch Fußballfans hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Strafen für die Täter gefordert.

Fans mehrerer Vereine hatten sich auf Plakaten über den in Berlin verunglückten Beamten lustig gemacht.

"Dieses Verhalten ist an Rohheit nicht zu überbieten und stellt auch die Frage, warum es von den Vereinen nicht rigoros unterbunden wird", sagte Hans-Joachim Zastrow, zweiter Vorsitzender der DPolG. Die Einzeltäter seien zu ermitteln, strafrechtlich zu belangen und mit einem Stadionverbot zu belegen.

Bei einer Großübung der Bundespolizei für einen möglichen Einsatz gegen randalierende Fußballfans waren Ende März bei dichtem Schneetreiben zwei Hubschrauber in der Nähe des Olympiastadions bei der Landung zusammengestoßen. Ein Pilot starb dabei, zudem wurden mehrere Polizisten verletzt.

Fans von Rot-Weiß Essen, des FSV Zwickau und von Hansa Rostock hatten seitdem bei Spielen die kritisierten Plakate gezeigt. Die Vereine aus Essen und Rostock entschuldigten sich mittlerweile für ihre Fans.

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