DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat kurz vor dem Prozess-Beginn gegen die Terrorgruppe NSU zum Kampf gegen Rechtsradikalismus im Fußball aufgerufen und die Klubs zur Aufnahme eines Toleranz-Paragraphen in ihre Vereinssatzungen aufgefordert.

Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes wandte sich in einem Offenen Brief an die rund 26..000 Fußballvereine in Deutschland.

"Wir alle wissen, dass rechte Gruppierungen auch den Fußball missbrauchen, um in anonymen Massen und juristischen Grauzonen ihre populistischen Parolen zu verbreiten. Und wir alle sind aufgerufen, etwas dagegen zu tun", schrieb Niersbach:

"Ob auf dem Trainingsplatz um die Ecke, im Vereinsheim oder auf der Zugfahrt ins Stadion - für Fremdenfeindlichkeit, für Rassismus, für Homophobie und jede andere Form von Diskriminierung darf im Fußball kein Platz sein."

Mit Blick auf den Auftakt des NSU-Verfahrens am 17. April in München wünscht sich Niersbach ein Eintreten der Klubs für Toleranz.

"Es gehört zur besonderen Faszination und Stärke des Fußballs, dass er keine Unterschiede zwischen Kulturen, Religionen und Sprachen macht. Dass er auf Fairness, Toleranz und Respekt basiert", schrieb der 62-Jährige:

"Dieser Grundgedanke sollte in jeder Vereinssatzung unmissverständlich festgeschrieben sein, um Zeichen zu setzen und Handlungsmöglichkeiten gegen extremistische Einflüsse zu haben."

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