Die frühere Leichtathletin Sylvia Schenk hat in ihrer Funktion als Sportbeauftrage bei Transparency International harte Kritik an Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß geübt, gegen den wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt wird.

"Wenn er Herrn Blatter angreift und fordert, dass dieser den FIFA-Saustall endlich aufräumen soll, aber selbst Geld an der deutschen Steuer vorbeibringt, dann schmeißt Uli Hoeneß hier mit Felsbrocken aus dem Glashaus", sagte die 60-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen" Sonntagszeitung und nahm damit Bezug auf die von Hoeneß oftmals vorgetragene Kritik am Fußball-Weltverband und dessen Präsidenten Joseph S. Blatter.

"Dieser Fall ist auch ein Schlag gegen den ganzen Sport, der gerade auf verschiedenen Gebieten um seine Glaubwürdigkeit kämpft", sagte Schenk: "Die Glaubwürdigkeit von Hoeneß ist extrem erschüttert. Es wird sicher ganz schwer sein für ihn, da wieder herauszukommen."

Hoeneß hatte beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Kontos in der Schweiz erstattet, die Staatsanwaltschaft München II ermittelt.

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