Der unter Korruptionsverdacht stehende frühere FIFA-Vizepräsident Jack Warner hat Konsequenzen aus den jüngsten Betrugsvorwürfen gezogen und sein Amt als Minister für Nationale Sicherheit seines Heimatlandes Trinidad und Tobago niedergelegt.

Das teilte Premierministerin Kamla Persad-Bissessar in einem Statement mit.

Der Druck auf Warner hatte sich beim CONCACAF-Kongress in Panama Stadt am Wochenende erhöht, nachdem ein Integritätskomitee in einem detaillierten Untersuchungsbericht zu dem Ergebnis gekommen war, dass sich Warner und Ex-Generalsekretär Chuck Blazer bei der Leitung der Fußball-Konföderation CONCACAF (Nord- und Mittelamerika und Karibik) "betrügerisch" verhalten hätten.

Unter anderem kam die Untersuchung zu dem Schluss, dass Warner nicht offengelegt habe, dass die 25,9 Millionen Dollar (20 Millionen Euro) teure Fußball-Akademie "Joao Havelange Centre of Excellence" in Trinidad und Tobago auf einem Grundstück gebaut wurde, das Warners Firmen gehörte.

Warner war im Sommer 2011 von der FIFA-Disziplinarkommission wegen Korruption gesperrt worden.

Der Politiker aus Trinidad und Tobago soll im Vorfeld der FIFA-Präsidentenwahl im Juni vergangenen Jahres zusammen mit Blatters später ebenfalls wegen Korruption suspendiertem Gegenkandidaten Mohammed Bin Hammam (Katar) versucht haben, Stimmen gegen den Schweizer Amtsinhaber zu kaufen.

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