Die Geschäftsstelle von Regionalligist Kickers Offenbach ist am Donnerstag von Beamten der Staatsanwaltschaft durchsucht worden.

Geprüft wurden "alle Geschäftsjahre seit dem Jahr 2010, die den Betrieb der Profi-Fußballabteilung betreffen", erklärte der hessische Klub am Mittag in einer Pressemitteilung.

Nach Informationen der "Offenbach Post" durchsuchten die teilweise bewaffneten Beamten sogar das vor dem Stadion geparkte Auto sowie die Privatwohnung von Geschäftsführer David Fischer.

Auch die Wohnungen der ehemaligen Geschäftsführer Thomas Kalt und Jörg Hambückers standen im Blickpunkt. Dabei wurden Unterlagen und Laptops sichergestellt.

Auslöser des Einsatzes war die Selbstanzeige des langjährigen Vizepräsidenten Thomas Kalt.

Der bis Juni 2012 amtierende Geschäftsführer des Regionalligisten wollte damit seine Unschuld an der drastischen Schuldenerhöhung (von 4,7 Millionen auf 9,1 Millionen Euro) der Offenbacher beweisen.

Die Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 GmbH sei "selbstverständlich an einer lückenlosen Aufklärung der Vorwürfe interessiert", hieß es in der Pressemitteilung weiter. Nach dem Lizenzentzug und dem bitteren Zwangsabstieg in die Regionalliga Südwest geht es beim OFC schon seit Monaten drunter und drüber