Trotz zahlreicher Aktionen unternehmen der DFB und die internationalen Verbände FIFA und UEFA nach Meinung der Mehrheit der deutschen Fans nicht genug im Kampf gegen Rassismus und Homophobie.

Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "YouGov".

Demnach bekommt der DFB besonders für seinen Kampf gegen Schwulenfeindlichkeit schlechte Noten.

Nur 18 Prozent der befragten Fans meinen, dass sich der Verband genug engagiere, 55 Prozent sind der Ansicht, er tue dies nicht.

Beim Thema Rassismus sind die Werte besser, aber keinesfalls gut. 40 Prozent sind mit dem DFB-Engagement zufrieden, 46 Prozent sehen mehr Aktionsbedarf.

"Das Ergebnis dieser Umfrage passt überhaupt nicht zum tatsächlichen Engagement des Verbands", sagte Mediendirektor Ralf Köttker.

"Gerade im wichtigen Kampf gegen Rassismus und Homophobie engagiert sich der DFB mit Hilfe anerkannter externer Experten wie Professor Pilz seit Jahren extrem stark, das reicht von Kampagnen, Präventionsprojekten bis hin zur gerade herausgegebenen Info-Broschüre 'Fußball und Homosexualität'."

Schlechter als der DFB schneiden in der Umfrage FIFA und UEFA in der Meinung der deutschen Fans ab.

56 Prozent der befragten Fans halten den Einsatz der internationalen Verbände gegen Homophobie nicht für ausreichend. Im Kampf gegen Rassismus sind es 51 Prozent.

"Diese Umfrage bestätigt, dass es wesentlich ist, in unserem gemeinsamen Kampf gegen jede Form der Diskriminierung unsere Bemühungen fortzusetzen, uns an alle Ebenen der Fußballgemeinschaft zu wenden", betonte FIFA-Mediendirektorin Delia Fischer.

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