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Joachim Löw ist seit August 2006 deutscher Bundestrainer © getty

Bundestrainer Löw lehnt eine Winter-WM in Katar ab. "Kein Fan wird bei minus fünf Grad auf der Straße sein."

Frankfurt/Main - Bundestrainer Joachim Löw hat sich zugunsten der deutschen Fans gegen eine Winter-WM in Katar ausgesprochen.

"Wenn 2022 die WM im Winter stattfindet, dann wird kein Fan bei minus fünf Grad auf der Straße sein", sagte Löw der "Sport Bild".

Bei den vergangenen Großereignissen seien Millionen von Menschen auf den Straßen gewesen.

"Was hier passierte, war unglaublich. Das sind Emotionen, die im Fußball dazugehören."

Löw glaubt im Gegensatz zu Franz Beckenbauer und dem FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter nicht daran, dass 2022 eine WM im Winter verwirklicht werden kann. 320256(DIASHOW: Die Bilder der WM-Vergabe).

Müller und Lahm gegen WM im Sommer

Dagegen hatten sich am Dienstag Philipp Lahm und Thomas Müller klar gegen eine Austragung der WM im Sommer ausgesprochen.

Sie absolvieren derzeit mit ihrem Klub Bayern München in Katar ein Trainingslager.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Im Sommer bei diesen Temperaturen zu spielen, ist absolut grenzwertig", sagte WM-Torschützenkönig Müller.

"Froh, dass ich nicht mehr spielen muss"

Lahm schloss sich dieser Meinung an. "Ich bin froh, dass ich dann als Aktiver nicht mehr spielen muss. Im Sommer bei über 40 Grad macht das nicht wirklich Spaß und ist nicht vorstellbar", sagte er.

Mit der Nationalmannschaft habe er im Juni 2009 in Dubai gespielt: "Da waren es noch am späten Abend über 40 Grad, dazu war die Luftfeuchtigkeit sehr hoch. Das war sehr, sehr anstrengend und der Wahnsinn."

Temperaturen über 50 Grad

Sowohl Lahm als auch Müller plädieren deshalb im Gegensatz zu Löw für eine Verlegung in den Winter.

Derzeit herrschen in Doha Temperaturen um die 25 Grad, im Sommer kann es im Emirat am Persischen Golf über 50 Grad heiß werden.

Deshalb hatte schon Beckenbauer mehrmals eine Verschiebung des Turniers in die Wintermonate gefordert.

Blatter spricht sich für Winter-WM aus

Selbst Blatter sprach sich zuletzt erstmals für diese Idee aus.

"Ich unterstütze definitiv die Pläne, hier im Winter zu spielen. Es sollte bei angemessenen Temperaturen gespielt werden, dabei denke ich vor allem an die Fußballer", sagte der Präsident des Weltverbandes.

Dazu müsste aber bis 2022 der internationale Spielkalender angepasst werden.

Doch auch in diesem Punkt glaubt Blatter an eine Lösung: "Wenn man es wirklich will, sollte es möglich sein. In elfeinhalb Jahren sollte man das regeln können."

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