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Stürmer Ronaldo wurde 1994 und 2002 Weltmeister mit Brasilien © getty

Ein Spaziergang wird die WM-Quali in der Gruppe C nicht: Neben Österreich zieht Ronaldo noch einen Kracher für Deutschland.

Rio de Janeiro - Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird es kein leichter Weg.

Auf dem Weg zur WM-Endrunde 2014 in Brasilien muss sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in der Qualifikation mit Schweden, Irland, Österreich, den Färöer und Kasachstan auseinandersetzen.

Als der zweimalige Weltmeister Ronaldo bei im noblen Yachthafen Marina da Gloria an der Copacabana die deutsche Mannschaft in der Europa-Gruppe C den auf dem Papier schlagbaren Gegnern zuloste, konnten sich Löw im heimischen Freiburg und Teammanager Oliver Bierhoff vor Ort entspannt zurücklegen.

Eine absolute Hammer-Gruppe blieb der DFB-Auswahl dennoch erspart - gegen alle Gegner hat der WM-Dritte eine positive Bilanz. Österreich und Kasachstan sind derzeit in der EM-Qualifikation ebenfalls Gegner der deutschen Elf.

Trotzdem bekommt es die Löw-Elf mit namhaften Gegner wie Schweden, Irland und Österreich zu tun.

Löw und Bierhoff fehlen

Löw hatte vor dem ersten Saison-Länderspiel gegen WM-Gastgeber Brasilien am 10. August in Stuttgart auf den Trip an den Zuckerhut verzichtet und stattdessen die erste Runde im DFB-Pokal vorgezogen.

Bierhoff hatte bereits vor der Auslosung betont, dass der dreimalige Welt- und Europameister seinen Fokus zunächst auf die EURO 2012 in Polen und der Ukraine richtet, für die Deutschland so gut wie qualifiziert ist.

Bierhoff erleichtert

"Wir sind sehr zufrieden und natürlich glücklich, dass wir nicht auf Frankreich treffen", kommentierte Bierhoff die Auslosung, sagte aber mit Respekt vor den Gegnern auch: "Wir treffen aber auch auf namhafte Nationen, die wir nicht unterschätzen werden."

Erst nach diesem Turnier wolle man sich mit der im September 2012 startenden Qualifikation für die WM im Land des Rekordweltmeisters intensiv beschäftigen.

Frankreich trifft auf Spanien

Deutschland war bei der Auslosung, die weltweit 500 Millionen Menschen verfolgten, aufgrund seiner Platzierung in der Weltrangliste (3) in Lostopf 1 gesetzt.

Dadurch war ein Kräftemessen mit den ganz dicken Brocken wie Welt- und Europameister Spanien (Weltranglistenplatz 1) oder Vize-Weltmeister Niederlande (Platz 2) von vornherein ausgeschlossen. In der Fünfer-Gruppe kämpfen voraussichtlich Spanien und Frankreich um den Gruppensieg.

Auch die Gruppe A mit Kroatien, Serbien, Belgien und Schottland hat es in sich.

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Matthäus-Elf ohne Losglück

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte die rund 90-minütige Show eröffnet und dabei vor allem nette Worte für das Gastgeberland gefunden, das unter anderem von Superstar Pele präsentiert wurde. Anschließend begrüßte Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff die rund 2000 Gäste aus aller Welt.

Während der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus als bulgarischer Nationaltrainer im Publikum saß, wurde der ehemalige Bundestrainer und neue US-Coach Jürgen Klinsmann nicht gesichtet. Matthäus muss mit seinem Team in der starken Gruppe B gegen Italien, Dänemark, Tschechien, Armenien und Malta bestehen.

13 Tickets für Euro-Teams

Brasilien ist automatisch für die WM im eigenen Land qualifiziert. Um die restlichen 31 Startplätze streiten sich 203 Verbände, nach den ersten Ausscheidungsrunden sind noch 175 Teams im Rennen.

In Europa spielen 53 Nationen in neun Gruppen um 13 WM-Tickets. Die neun Gruppensieger (8 Sechsergruppen und 1 Fünfergruppe) qualifizieren sich direkt, die acht besten Gruppenzweiten ermitteln in Playoffs vier weitere Teilnehmer.

Die europäischen Gruppen im Überblick:

Gruppe A: Kroatien, Serbien, Belgien, Schottland, Mazedonien, Wales

Gruppe B: Italien, Dänemark, Tschechien, Bulgarien, Armenien, Malta

Gruppe C: Deutschland, Schweden, Irland, Österreich, Färöer, Kasachstan

Gruppe D: Niederlande, Türkei, Ungarn, Rumänien, Estland, Andorra

Gruppe E: Norwegen, Slowenien, Schweiz, Albanien, Zypern, Island

Gruppe F: Portugal, Russland, Israel, Nordirland, Aserbaidschan, Luxemburg

Gruppe G: Griechenland, Slowakei, Bosnien und Herzegowina, Litauen, Lettland, Liechtenstein

Gruppe H: England, Montenegro, Ukraine, Polen, Moldawien, San Marino

Gruppe I: Spanien, Frankreich, Weißrussland, Georgien, Finnland

Spielmodus: 9 Gruppensieger für WM 2014 qualifiziert, 8 beste Gruppen-Zweite in der 2. Runde mit vier Duellen um 4 weitere WM-Plätze.

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