vergrößernverkleinern
Winnie Schäfer führte Kamerun 2002 zum Afrika-Cup-Sieg © getty

Winnie Schäfer hilft gegen seinen Kumpel Holger Osieck nur ein Sieg. Der will das vorzeitge Weiterkommen schaffen.

Bangkok - Winfried Schäfer steht das Wasser fast bis zum Hals - und das nicht nur in sportlicher Hinsicht.

Während die Hauptstadt Bangkok von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht wird, muss der Coach der thailändischen Nationalmannschaft seine Schützlinge auf das Spiel des Jahres einstimmen.

Am Dienstag (12.00 Uhr MEZ) empfangen die Thailänder in der WM-Qualifikation Top-Favorit Australien mit Schäfers deutschem Trainerkollegen Holger Osieck.

Bei einer Niederlage wäre Thailands Traum von der ersten Endrunden-Teilnahme wieder einmal frühzeitig geplatzt.

Austragung gesichert

Zwar herrschen in Bangkok weiterhin teils chaotische Zustände, die Austragung der Partie scheint aber nach dem Umzug vom Rajamangala-Nationalstadion ins kleine, altehrwürdige Suphachalasai in der Innenstadt gesichert.

"Man hat die Deiche verstärkt, sodass nichts passieren kann", sagte Schäfer dem "kicker".

Der 61-Jährige weiß um die Bedeutung der Aufgabe. "Für uns ist das wie ein Endspiel. Wir müssen gewinnen, wenn wir überhaupt noch die Chance erhalten wollen, uns für die nächste Runde zu qualifizieren", sagte Schäfer, der seit Juli für die "Changsuek" (Kriegselefanten) verantwortlich ist.

Thailand verspielt gute Ausgangslage

Nach einem Sieg gegen den Oman (3:0) und einem Remis gegen Saudi-Arabien (0:0), hatte Thailand am Freitag durch ein 0:3 bei den Saudis eine gute Ausgangsposition um Platz zwei verspielt, der zum Einzug in die vierte Qualikations-Runde berechtigt.

"Ich kann meiner Mannschaft gar keine großen Vorwürfe machen. Sie hat in der Balleroberung sehr gut gespielt, dann aber acht von zehn Bällen wieder her geschenkt", erklärte der langjährige KSC-Trainer.

Auch Australien hatte nach drei Siegen zum Auftakt zuletzt beim 0:1 im Oman gepatzt, der Weltranglisten-20. wäre allerdings schon mit einem Unentschieden bei den auf Platz 114. geführten Thailändern bereits durch.

"Wir haben uns im Oman doof angestellt", sagte der frühere Bundesliga- und DFB-Trainer Osieck. Für den verletzten Sturmstar Harry Kewell könnte der Düsseldorf Zweitliga-Profi Robbie Kruse zum Einsatz kommen.

Trainer verbindet hohe Wertschätzung

Die bisherige Statistik des Trainer-Duells spricht ganz klar für Schäfer. Bei drei Aufeinandertreffen in der Bundesliga, konnte er von Osieck nie bezwungen werden. Beide verbindet seit gemeinsamen Lehrgangs-Zeiten eine hohe gegenseitige Wertschätzung.

"Holger und ich haben vor vielen Jahren in Hennef geimeinsam den A-Schein gemacht. Er ist ein ganz feiner Kerl", sagt Schäfer.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel