vergrößernverkleinern
Die Niederländer um Arjen Robben (r.) schieden bei der EM in der Vorrunde aus © imago

Die Niederlande sind seit vier Pflichtspielen ohne Sieg, das soll sich gegen die Türkei ändern. SPORT1 hat die Fakten.

Von Christian Stüwe

München - Das Nationalteam der Niederlande hat die letzten vier Pflichtspiele verloren, eine einmalige Serie in der Geschichte der stolzen Elftal.

Das letzte EM-Qualifikationsspiel in Schweden endete 2:3, dann setzte es bei der Europameisterschaft gegen Dänemark (0:1), Deutschland (1:2) und Portugal (1:2) drei Pleiten.(DATENCENTER: WM-Qualifikation)

Bei seinem Pflichtspieldebüt in der WM-Qualifikation gegen die Türkei (ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) soll der neue Bondscoach Louis van Gaal diese Serie beenden.

Allerdings ging auch das erste Testspiel unter dem früheren Bayern-Trainer verloren, mit 2:4 musste sich Oranje vor knapp zwei Wochen dem Nachbarn Belgien geschlagen geben.

Van Gaal von Türken beeindruckt

Vor den Türken hat van Gaal großen Respekt. '"Sie haben mich beeindruckt. Das sagt wohl jeder Trainer. Aber ich finde wirklich, dass sie guten Fußball spielen", sagte er.

Ein Selbstläufer wird die Auftaktpartie also nicht, van Gaal steht schon vor dem ersten Spiel unter Druck und Beobachtung.

So kreiste beim geheimen Abschlusstraining ein Mini-Helikopter mit Kamera des TV-Senders "PowNet" über dem Stadion.

Van Gaal zeigte sich verärgert über die Aktion, der TV-Sender erhielt eine Anzeige. Schließlich stürzte der Hubschrauber sogar noch ab.

Am Freitagabend wird sich zeigen, ob auch der Absturz des niederländischen Teams weitergeht.

SPORT1 hat die Fakten zu den wichtigsten WM-Qualifikationsspielen.

Russland ? Nordirland

Auch für Russland geht es nach dem bitteren Vorrunden-Aus bei der Europameisterschaft um Rehabilitation.

Der neue Trainer Fabio Capello soll das Team zur WM 2014 führen und dort eine Mannschaft präsentieren, die sich mit den Spitzenteams messen kann.

Der Italiener leitet derzeit einen Umbruch ein und verzichtet gegen Nordirland (ab 17 Uhr im LIVE-TICKER) erstmals seit 2008 auf Andrej Arschawin.

Kasachstan ? Irland

Trainer-Urgestein Giovanni Trapattoni führte Irland zur EM, nun will der 73-Jährige mit dem "Boys in Green" auch zur WM an den Zuckerhut.

Im Duell der deutschen Gruppengegner in Kasachstan (ab 18 Uhr im LIVE-TICKER) nicht mehr dabei sein werden Damien Duff und Torwart Shay Given, die nach dem EM-Aus in der Vorrunde ihre Karriere beendeten.

Doch auch ohne die beiden irischen Fußballhelden nimmt Trapattoni seine Mannschaft in die Pflicht.

"Wir müssen besser spielen als bei der EM", forderte der Italiener, vor dem Duell mit den Kasachen, bei denen Heinrich Schmidtgal von Greuther Fürth auflaufen wird.

Luxemburg ? Portugal

Die Portugiesen fahren als haushoher Favorit ins Großherzogtum (ab 20.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Im Mittelpunkt steht natürlich Superstar Cristiano Ronaldo, der sich zuletzt über seine Situation bei Real Madrid beklagte.

Er sei traurig, hatte Ronaldo gesagt und denke an Abschied. In Luxemburg wird er dennoch auflaufen.

"Ich weiß nichts über seine aktuelle Situation", sagte Trainer Paulo Bento: "Aber immer wenn er hier bei uns ist, stellt er sich in den Dienst der Mannschaft und gibt sein Bestes."

Moldawien ? England

Der Superstar der "Three Lions" wird hingegen definitiv in Moldawien (ab 20.45 Uhr im LIVE-TICKER) fehlen.

Die klaffende Fleischwunde am Oberschenkel, die sich Wayne Rooney im Einsatz für Manchester United zu zog, verhindert einen Einsatz für die Nationalmannschaft.

Da mit Andy Carroll ein weiterer Kandidat für die Mittelstürmer-Position ausfällt und auch Chelsea-Verteidiger Ashley Cole passen muss, hat Trainer Roy Hodgson durchaus Personalsorgen.

Nichtsdestotrotz sind die Briten in der moldawischen Hauptstadt Chisinau klarer Favorit.

Bulgarien ? Italien

Auch der Vize-Europameister muss in Bulgarien (ab 20.45 Uhr im LIVE-TICKER) auf den einen oder anderen EM-Helden verzichten.

Riccardo Montolivo und Federico Balzaretti verletzten sich jeweils am Oberschenkel, Mario Balotelli ließ sich die kurzsichtigen Augen lasern und muss noch pausieren.

Freiwillig verzichten wird Trainer Cesare Prandelli auf Antonio Cassano.

"Cassano sagte selbst, er sei erst bei 50 bis 60 Prozent - es geht sofort um wichtige Punkte", sagte Prandelli im "kicker": "Da können wir uns nicht erlauben zu warten, dass jemand in den wenigen Tagen Kondition aufholt."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel