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Lionel Messi hat in der WM-Quali bislang acht Treffer für Argentinien erzielt © getty

Vor dem WM-Qualispiel in Bolivien fürchten sich Argentinier vor Höhenluft. Messi will in La Paz eine Negativserie beenden.

München - Gleich mit zwei offenen Rechnungen im Gepäck reist Lionel Messi in die Andenstadt La Paz.

Der Weltfußballer aus Argentinien hat gegen alle südamerikanischen Konkurrenten schon einmal getroffen, aber noch nie gegen Bolivien.

Schlimmer wiegt aber noch das 1:6-Debakel vom April 2009.

"Das war ein harter Schlag", sagte der 25 Jahre alte Stürmerstar des FC Barcelona und versprach für das Gastspiel des Spitzenreiters der Südamerika-WM-Qualifikationsgruppe (Di., ab 21 Uhr LIVESCORES) beim Tabellenvorletzten: "Diesmal werden wir ein anderes Bild abgeben."

Trainer Sabella schont Stammspieler

Trainer Alejandro Sabella plant, einigen Stammkräften am Dienstag eine Pause zu gönnen.

Um die negativen Auswirkungen der sauerstoffarmen Höhenluft zu minimieren, reist das Team erst knapp vier Stunden vor Anpfiff an.

In der Heimat wurde sich in einer eigens angeschafften Überdruckkammer, wo reiner Sauerstoff eingeatmet wird, akklimatisiert.

Beim traumatischen Debakel vor vier Jahren war der Hochmut von Diego Maradona vor dem Fall gekommen.

Der damalige Nationalcoach hatte alle Warnungen in den Wind geschlagen und seine Stars ohne Anpassung an die Höhe der Lächerlichkeit preisgegeben.

Higuain fehlt gelbgesperrt

"Es war schrecklich. Du hast ein paar Sprints gemacht und dich dann nicht mehr erholt", sagte Messi, dem in seiner persönlichen Statistik bei vier Spielen gegen Bolivien noch kein Treffer gelungen ist.

Messi (8) und Gonzalo Higuain (9), am Dienstag gelbgesperrt, sind aber nun für 17 der 23 Eliminatorias-Tore der Gauchos verantwortlich.(DATENCENTER: WM-Qualifikation Südamerika)

Uruguay seit fünf Spielen sieglos

Während Argentinien mit 23 Zählern schon ein beruhigendes Polster auf die Nicht-Qualifikationsplätze hat, müssen zwei andere große Fußball-Nationen des Kontinents zittern. Südamerika-Meister Uruguay hat mit 13 Punkten zwar derzeit das vierte und letzte WM-Direktticket in der Tasche, wartet aber seit fünf Spielen auf einen Sieg.

Und Paraguay, immerhin Finalist der Copa America, droht als Tabellenletzter mit acht Zählern erstmals seit 1994 das Verpassen einer WM-Endrunde.

Die Urus, die zuletzt von 15 möglichen Zählern nur zwei geholt haben, treten in Chile (12 Punkte) an, das mit vier Niederlagen in Folge auch vom Weg Richtung Brasilien abgekommen ist.

Paraguay schwächelt in der Fremde

Gegen Paraguay sprechen vor dem Duell beim Tabellendritten Ecuador (17) sämtliche Statistiken.

Die Albirrojas haben mit dem 1:1 am vergangenen Donnerstag in Uruguay erst einen Punkt in der Fremde geholt, verloren die letzten vier Duelle in Quito, wo sich La Tri in der laufenden Eliminatorias mit fünf Siegen und 9:1 Toren als Heimmacht erweist.

Den zwölften von 18 Spieltagen, an dem Peru (11) spielfrei hat, schließt der Auftritt des Tabellenzweiten Kolumbien (19) in Venezuela ab (12).

Die Gastgeber, die derzeit als Fünfter noch den Umweg über die Playoffs gegen einen Asienvertreter zur Endrunde 2014 nehmen können, hoffen auf den Einsatz des angeschlagenen Mönchengladbachers Juan Arango.