Das Ziel heißt Brasilien: In der WM-Quali ist der Titelverteidiger auf Kurs. Nur die deutschen Nachbarn sind nicht glücklich.

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München - Im Endspurt in den europäischen WM-Qualifikations-Gruppen stehen die ersten Entscheidungen bevor.

Während viele der Top-Nationen schon für Brasilien planen können, mussten die Niederlande einen Rückschlag hinnehmen.

Der Weltmeisterschaftszweite kam nur zu einem mageren 2:2 in Estland. "Trübsal in Tallinn", titelte "De Telegraaf": "Die Mannschaft von van Gaal wurde von den Esten mit der Nase darauf gestoßen: Dieses Team ist noch lange nicht stark genug, um bei der WM eine wichtige Rolle zu spielen."

"Es ist frustrierend"

Die erste Niederlage in der laufenden WM-Qualifikation für die Niederlande wendete Torjäger Robin van Persie mit seinem 2:2-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit (90.+4) per Foulelfmeter gerade noch ab.

Die Esten standen unmittelbar vor der großen Sensation.

Arjen Robbens Führungstor kam früh (2.), war aber einer der wenigen Glanzpunkte. "Es ist frustrierend, einen solchen Abend zu erleben", meinte Bayerns Flügelstürmer. Er fehlt dem Team von Bondscoach Louis van Gaal gelbgesperrt am Dienstag gegen Andorra.

Sollten die Niederlande gewinnen und die Rumänen gegen die Türkei nicht gewinnen, wäre "Oranje" bei der WM dabei.

Ronaldo überholt Eusebio

Mehrfachen Grund zur Freude hatte indes Cristiano Ronaldo.

Der Portugiese erzielte beim 4:2 in Nordirland erstmals einen Hattrick. Mit nunmehr 43 Treffern in 106 Länderspielen überholte er in der ewigen Torjägerliste der Portugiesen den einstigen Superstar Eusebio.

Vor dem Real-Torjäger liegt nur noch Pauleta (47 Treffer). Aufgrund einer Sehnenentzündung fehlt Ronaldo jedoch am Dienstag im Länderspiel gegen Rekord-Weltmeister Brasilien in Boston.

Italien auf Kurs

Kurs in Richtung Brasilien 2014 nahmen auch Italien (1:0 gegen Bulgarien) und England (4:0 gegen Moldawien).

In der "deutschen Gruppe" steht indes Schweden nach einem 2:1 gegen Irland auf Platz zwei.

Allerdings beträgt der Rückstand weiterhin fünf Punkte, am Dienstag auf den Färöern kann die DFB-Elf bereits den Einzug ins WM-Turnier sicherstellen ? sollten die "Tre-Kronor" in Kasachstan patzen.

"Trap" vor dem Aus

In Irland spricht derzeit vieles für ein baldiges Ende der Amtszeit von Trainer Giovanni Trapattoni.

Der einstige Bayern- und VfB-Trainer will davon nichts wissen: "Werde ich gehen? Nein. Ich denke, wir haben eine großartige Arbeit geleistet. Keine gute Arbeit, sondern eine großartige Arbeit", sagte "Trap" trotzig.

Die irischen Medien sind offenbar anderer Meinung. "Trapattoni steht vor der Falltür", titelte die "Irish Times" am Samstag.

Spanien fast durch

Weit weg von einer solchen ist Vicente del Bosque. Welt- und Europameister Spanien wähnt sich in Gruppe I nach dem 2:0 in Finnland bereits in Brasilien.

"Der Meister bucht seinen Platz", schrieb am Samstag die Zeitung "El Mundo".

Und del Bosque jubelte: "Das war ein toller Abend für uns, weil wir gegen einen unbequemen Gegner drei Punkte geholt haben und Frankreich in Georgien zwei Punkte verloren hat, womit wir auf sehr gutem Kurs sind".

Spanien kann im Oktober in zwei Heimspielen gegen Weißrussland und Georgien alles klar machen.

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