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Lionel Messi wurde zwischen 2009 und 2012 vier Mal in Folge Weltfussballer des Jahres © getty

Argentinien ist als erstes südamerikanisches Team für die WM qualifiziert. Der Superstar hat dennoch Bedenken. Ein Frankfurter trifft.

Asuncion/Rio de Janeiro - Als Lionel Messi seinen Platz auf der nächsten WM-Bühne sicher hatte, trat er mit aller Macht auf die Euphoriebremse.

"Um Weltmeister zu werden, fehlen noch Dinge. Sogar ein ganzer Haufen", sagte der zweifache Torschütze nach der 5:2 (2:1)-Fiesta seiner Argentinier in Paraguay. (SHOP: Jetzt Fanartikel von Argentinien kaufen)

Das Ticket nach Brasilien kann dem zweimaligen Weltmeister zwei Spieltage vor Abschluss der südamerikanischen Qualifikation niemand mehr nehmen.

Keine Pause für Messi

Und dennoch fordert Weltfußballer Messi: "Wir müssen weiter siegen, so weiter machen und als Team wachsen. Nur dann sind wir auf dem richtigen Weg."

Messi will deshalb trotz erfüllter Mission und vollem Kalender beim FC Barcelona keine Pause in der Nationalmannschaft einlegen.

Seit dem Start der Eliminatorias vor gut zwei Jahren zaubert der 26-Jährige, der die vier Wahlen zum Weltfußballer vor allem durch seine Leistungen bei Barca gewonnen hatte, endlich auch im Nationaltrikot.

Zehn Tore waren es in den zurückliegenden 14 Qualifikationsspielen.

Argentiniens Abwehr anfällig

Messi erzielte seine zwei Tore gegen Paraguay beide per Foulelfmeter (12.,53.).

Beim Offensiv-Feuerwerk in Asuncion trafen auch Sergio Agüero (32.), Angel Di Maria (50.) und Maximiliano Rodriguez (89.).

Dennoch fanden die Albirroja-Torschützen Jose Ariel Nunez (17.) und Roque Santa Cruz (85.) auch Lücken in der Gästeabwehr.

Uruguay hält WM-Kurs

Hinter den Gauchos heizte das fünftplatzierte Uruguay (22 Punkte) durch ein 2:0 (0:0) gegen den Tabellenzweiten Kolumbien (26 Punkte) den Kampf um die drei verbliebenen Direkttickets an.

Dank der Tore von Edinson Cavani (77.) und Christian Stuani (81.) kam der amtierende Südamerika-Meister und WM-Vierte von 2010 zu seinem dritten Sieg in Folge.

Ecuador aus dem Rennen

Ecuador verpasste es beim 1:1 (0:0) in Bolivien, noch mehr Boden auf das spielfreie Chile gut zu machen.

Dagegen wahrte Venezuela mit einem 3:2 (1:1) gegen Peru seine letzte Chance auf Rang fünf und die Play-offs gegen den Asienvertreter Jordanien.

Für Peru, Paraguay und Bolivien ist der WM-Traum bereits beendet.

Frankfurter Zambrano trifft

In La Paz brachte Länderspiel-Debütant Jaime Arrascaita (48.) Bolivien in Führung, Felipe Caicedo (59.) glich vom Elfmeterpunkt für die Gäste aus.

Mit Juan Arango (Mönchengladbach) und Tomas Rincon (Hamburg) in der Startformation trafen Salomon Rondon (37.),Cesar Gonzalez (62./Elfmeter) und Romulo Otero (77.) für Venezuela.

Paolo Hurtado (20.) und der Frankfurter Carlos Zambrano (90.) waren für Peru erfolgreich, bei dem der Münchner Claudio Pizarro nach gut einer Stunde für den Ex-Bundesliga-Profi Paolo Guerrero ausgewechselt wurde.

Spannendes Quali-Finale

Emotionen pur verspricht nun der letzte Doppelspieltag. Am 11. Oktober kommt es mit Ecuador gegen Uruguay und Kolumbien gegen Chile zu zwei direkten Duellen mit Finalcharakter.

Gleiches gilt für Chile gegen Ecuador am 15. Oktober, wenn die "Urus" im Klassiker Argentinien erwarten und Kolumbien in Paraguay antritt.

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