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Ex-Bundesligaprofi Uwe Wolf spielte von 1995 bis 1998 in Mexiko © SPORT1

Mexiko-Experte Uwe Wolf traut dem Außenseiter in seiner SPORT1-Analyse im Achtelfinale gegen die Niederlande eine Überraschung zu.

Von Reinhard Franke

München - Die Vorzeichen vor dem Duell zwischen den Niederlanden und Mexiko (ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER) sind klar:

Das Team von Louis van Gaal geht nach der überzeugenden Vorrunde mit drei Siegen als Favorit in die insgesamt sechste Begegnung beider Länder.

(DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014)

Die letzten zwei Partien gewann der Vize-Weltmeister 2006 und 2010 jeweils unmittelbar vor der WM-Endrunde mit 2:1.

Fünfmal in Folge im Achtelfinale ausgeschieden

Gegen die Mittelamerikaner spricht zudem die Statistik, denn seit 1994 ist der Olympiasieger von London fünfmal in Folge im Achtelfinale ausgeschieden.

Doch die gute Vorstellung in der Gruppenphase und vor allem das 0:0 gegen Gastgeber Brasilien machen Mexiko ebenso Mut wie die erwartete Hitze im Spielort Fortaleza von bis zu 35 Grad. SHOP: Jetzt WM-Fanartikel kaufen

Mexiko-Experte Wolf zuversichtlich

Auch Uwe Wolf räumt dem Außenseiter gute Chancen ein. Der ehemalige Bundesliga-Profi und Ex-Coach von 1860 München kennt sich im mexikanischen Fußball bestens aus.

Der heute 46-Jährige spielte von 1995 bis 1998 in der dortigen Liga für Necaxa, Puebla FC und Venados Yucatan, wurde dort schon im ersten Jahr Meister und hat bis heute hervorragende Kontakte bis in die Verbandsspitze.

Bei SPORT1 erklärt Wolf, wo Mexikos Stärken und die niederländischen Schwächen liegen und wie man WM-Überflieger Arjen Robben ausschalten kann.

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Uwe Wolf über...

Die guten Leistungen Mexikos in der Vorrunde:

"Mich überrascht das überhaupt nicht, weil Mexiko auch bei den letzten Weltmeisterschaften immer schon eine gute Visitenkarte abgegeben hat. Man hatte zwar eine unruhige Qualifikation, in der man es erst in der Relegation gegen Neuseeland geschafft hat - mit dem vierten Trainer in sehr kurzer Zeit. Aber Trainer Miguel Herrera macht einen sehr guten Job."

Die Gründe für den Erfolg:

"Ihr taktisches, diszipliniertes Verhalten und das Spiel gegen den Ball macht sie so stark. Natürlich auch ihr unbändiger Wille und Teamgeist. Man merkt, dass sie füreinander alles geben, gerade im letzten Spiel gegen Kroatien hat man das gesehen. Sie sind an der Aufgabe gewachsen und alle Spieler sind zudem in einem sehr guten Fußballalter. Das ist eine sehr gute Mischung."

Die Stärken der Mannschaft:

"Man sieht bei der WM, dass es sehr schwer ist gegen Mexiko ein Tor zu erzielen Taktisch spielt die Nationalmannschaft auf einem sehr hohen Niveau. Und das Team steht sehr kompakt. Die haben in drei Spielen erst ein Gegentor bekommen. An denen werden sich die Holländer schon die Zähne ausbeißen."

Die Chancen gegen die Niederlande:

"Die Holländer tun sich unheimlich schwer, wenn sie das Spiel machen müssen. Gegen Chile war es alles andere als leicht für sie. Man muss natürlich Arjen Robben, der bombastisch spielt, ausschalten, aber wenn das gelingt, dann ist einiges drin für meine Mexikaner. Klar ist Holland der Favorit, aber Mexiko als Außenseiter fühlt sich da pudelwohl. Das wird ein offenes Spiel."

Das Rezept gegen Robben:

"Bei ihm geht es darum, dass man ihn nur mit einer Absicherung nach hinten ausschalten kann. Im Eins zu Eins ist er fast nicht aufzuhalten. Man muss seinen linken Fuß zumachen, wenn er über die rechte Seite nach innen zieht. Dann hast du eine Chance, aber über 90 Minuten wirst du Robben nie ausschalten können. Mexiko braucht auch ein Quäntchen Glück, um ins Viertelfinale zu kommen."

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