vergrößernverkleinern
Jose Holebas spielte auch bei der WM für Griechenland
Der gebürtige Aschaffenburger Jose Holebas wechselte 2010 von 1860 München zu Olympiakos Piräus © imago

Im Achtelfinale treffen Costa Rica und Griechenland aufeinander. Jose Holebas erklärt SPORT1 die Marschroute der Griechen.

Von Reinhard Franke

München - Das Duell der WM-Außenseiter zwischen Costa Rica und Griechenland (ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER) findet auch mit deutscher Beteiligung statt:

Jose Holebas, Außenverteidiger beim Europameister von 2004, wurde in Aschaffenburg geboren und spielte von 2006 bis 2010 für 1860 München.

Dann wechselte der 30-Jährige zu Olympiakos Piräus und wurde griechischer Nationalspieler. Nun will er helfen, dass die Hellenen erstmals in ihrer Geschichte das WM-Viertelfinale erreichen.

"Unser letztes Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste war ein regelrechter Thriller, so etwas brauchen wir nicht nochmal", sagt Holebas im Gespräch mit SPORT1:

"Das Spiel hat uns aber noch mehr zusammengeschweißt und uns gezeigt, was alles möglich ist, wenn wir an uns glauben. Jetzt wollen wir ins Viertelfinale."

"Mit breiter Brust"

Gegen Costa Rica werde man daher "mit breiter Brust auf den Platz gehen", gleichzeitig warnt Holebas aber vor dem Überraschungsteam aus Mittelamerika:

"Wir dürfen den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Man hat in der Gruppenphase gesehen, wozu Costa Rica imstande ist."

SHOP: Jetzt WM-Fanartikel kaufen

Da nämlich setzte sich der krasse Außenseiter ohne Niederlage gegen die drei Ex-Weltmeister Uruguay (3:1), Italien (1:0) und England (0:0) als Gruppensieger durch (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Trotzdem will Trainer Jorge Luis Pinto nichts von der Favoritenrolle wissen.

"Den Druck machen wir uns wenn überhaupt selbst. Wir sind top motiviert, fühlen uns stark und wollen unbedingt noch mehr für unser Land erreichen", sagte der Nationalcoach, dessen Team zum zweiten Mal nach 1990 das Achtelfinale erreicht hat.

Beide Teams mit Mauertaktik

Dabei setzt Pinto erneut auf seine bisher so erfolgreiche Defensivtaktik mit fünf Verteidigern und schnellem Konterspiel. Somit könnten sich beide Teams allerdings neutralisieren, denn auch die Griechen agieren ähnlich.

WM-Tippspiel: Mitmachen und 100.000 Euro gewinnen!

"Sie spielen aggressiv und sind taktisch sehr gut", meinte der 61-jährige Kolumbianer: "Wir müssen vor allem deren gefährliche Konterattacken vermeiden."

Sein Kollege Fernando Santos kündigte bereits an, weiter auf seine Mauertaktik zu setzen. "Das ist nun mal die DNA von Griechenland", sagte der Portugiese.

"Wenn wir weiter Geschichte schreiben wollen, müssen wir wie in den letzten beiden Spielen zu Werke gehen."

Rehhagel glaubt an seine Ex-Mannschaft

Sein Vorgänger Otto Rehhagel, mit dem die Griechen vor zehn Jahren sensationell die EM gewannen, glaubt fest daran:

"Das Griechenland, das ich gesehen habe und kenne, kann Costa Rica überwinden."

Zur Not im Elfmeterschießen, wie Holebas SPORT1 erklärt.

"Wir haben Strafstöße im Training geübt und wären vorbereitet, wenn es dazu kommt. Aber natürlich wollen wir das Ding in der regulären Spielzeit klarmachen."

Voraussichtliche Aufstellungen:

COSTA RICA: Navas - Duarte, Gonzalez, Umana - Gamboa, Junior Diaz - Tejeda, Borges - Ruiz, Bolanos - J. Campbell - Trainer: Pinto.

GRIECHENLAND: Karnezis - Torosidis, Manolas, Sokratis, Holebas - Maniatis, Karagounis - Salpingidis, Samaris, Christodoulopoulos - Samaras - Trainer: Fernando Santos.

SCHIEDSRICHTER: Benjamin Williams (Australien)

[kaltura id="0_fb3pq905" class="full_size" title="Sensationsteam trifft Minimalisten"]

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel