Deutschland will ins Viertelfinale. In welcher Besetzung? Bei welchen Bedingungen? SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Vom DFB-Team berichten Thorsten Mesch, Jochen Stutzky und Markus Höhner

Porto Alegre - Mit großer Zuversicht und absolutem Siegeswillen geht die deutsche Nationalmannschaft in das Achtelfinale gegen Algerien (ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER).

"Die Mannschaft brennt", sagt Bundestrainer Joachim Löw: "Ich habe ein gutes Gefühl. Wenn wir unsere Qualität abrufen, werden wir das Spiel gewinnen."

Unterschätzen wird die Algerier aber niemand. (SERVICE: Der WM-Rechner)

"Algerien wird uns das Leben schwer machen. Es ist eine unangenehme Mannschaft", sagt Philipp Lahm: "Sie stehen zu Recht im Achtelfinale. Die Mannschaft ist sehr kompakt und harmonisch." (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014)

Dennoch ist der Kapitän vom Einzug ins Viertelfinale überzeugt: "Wir wollen alles in den 90 Minuten regeln und nicht in die Verlängerung gehen oder ins Elfmeterschießen."

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Achtelfinale:

WER BEGINNT IM ZENTRALEN MITTELFELD?

Das Duell um den Startplatz neben Philipp Lahm und Toni Kroos hat es in sich: Löw muss sich zwischen Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira entscheiden. Vor vier Jahren in Südafrika bildeten die beiden Platzhirsche noch gemeinsam ein starkes WM-Doppel.

"Beide sind taktisch und körperlich in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen. Ich werde nach Gefühl entscheiden", sagte der Bundestrainer am Sonntagabend: "Unabhängig dessen, ob sie von Anfang an spielen oder nicht, sind sie von großer Bedeutung für die Mannschaft. Beide sind Führungsspieler." (BERICHT: Es kann nur einen geben).

SPORT1-Einschätzung: Khedira wird neben Lahm und Kroos beginnen, Schweinsteiger im Verlauf des Spiels eingewechselt. (PEPSI START 11: Hier die Nationalelf selbst aufstellen)

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WER SPIELT IN DER ABWEHR?

Deutschland wird voraussichtlich mit der Startelf auflaufen, die auch in den ersten beiden Gruppenspielen gegen Portugal und Ghana begann.

Es wäre aber auch denkbar, dass der mit einer Gelben Karte belastete Benedikt Höwedes geschont wird, um im möglichen Viertelfinale definitiv einsetzbar zu sein. Für den Schalker könnte dann Erik Durm in die Mannschaft rücken.

PLATZT BEI ÖZIL DER KNOTEN?

Löws System mit den drei zentralen Akteuren hat besonders für Özil gravierende Auswirkungen. Der Arsenal-Profi muss auf die Außen ausweichen.

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"Jeder weiß, dass meine Lieblingsposition auf der Zehn ist, weil ich das über Jahre gemacht habe und auch im Verein spiele", sagte Özil nach dem 1:0 gegen die USA zu SPORT1:

"Ich habe aber immer gesagt, dass ich dort spiele, wo der Bundestrainer mich aufstellt. Ich will der Mannschaft helfen und deswegen gebe ich dort auch Gas. Rechts oder links, das spielt für mich nicht die große Rolle."

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WO MUSS SICH DIE DFB-ELF VERBESSERN?

Besonders das Tempo im deutschen Spiel war in den vergangenen Tagen ein Thema. Sowohl Khedira als auch Mats Hummels forderten zuletzt mehr Geschwindigkeit im Offensivspiel. Das milde Klima in Porto Alegre dürfte der DFB-Auswahl die Umsetzung dieses Vorhabens erleichtern. Gefordert dürften vor allem die Außenverteidiger sein.

Auch bei den finalen Pässen in die Spitze gab es im bisherigen WM-Verlauf noch Luft nach oben.

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WELCHER SCHIEDSRICHTER PFEIFT DAS SPIEL?

Es gibt für die deutsche Mannschaft ein Wiedersehen mit dem Brasilianer Sandro Ricci. Der 39-Jährige leitete bereits das 2:2 in der Gruppenphase gegen Ghana. Zudem war er beim Vorrundenspiel Frankreich gegen Honduras (3:0) im Einsatz und griff dort erstmals auf die Torlinientechnik GoalControl zurück.

Ricci ist seit 2011 FIFA-Schiedsrichter und spricht neben seiner Muttersprache Portugiesisch fließend Englisch.

WELCHE ROLLE SPIELT DER RAMADAN?

Am vergangenen Samstag begann die muslimische Fastenzeit. An 29 Tagen dürfen die Gläubigen vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang nichts essen und nichts trinken. So will es das Heilige Buch des Islam, der Koran.

Der Islam ist in Algerien Staatsreligion und das Fasten eine der obersten Pflichten.

Die algerischen Spieler erklärten den Ramadan vor dem Achtelfinale zum Tabuthema.

Mittelfeldspieler Hassan Yebda kündigte immerhin an, dass es innerhalb der Mannschaft keine Vorschriften zum Umgang mit der Fastenzeit gibt: "Wenn ein Spieler es machen will, kann er es machen."

KOMMT ES ZU EINER HITZESCHLACHT?

Nein, das ist nicht zu erwarten.

Nach der Hitze in Salvador und Fortaleza und dem Dauerregen in Recife sind die Bedingungen in Porto Alegre gemäßigt. Am Sonntag gab es Sonne und Regen im Wechsel bei Temperaturen bis 18 Grad. Ähnlich soll es auch am Montag sein. Also nicht so kühl, wie ursprünglich angenommen.

"Ob das ein Vorteil für uns ist, kann ich erst morgen beantworten", sagte Löw am Sonntag. "Ich hoffe, dass es uns hier in der Kälte wieder besser ergeht", meinte Lahm.

WIE LAUTET DIE BILANZ GEGEN ALGERIEN?

Deutschland hat noch nie gegen Algerien gewonnen. Zum zweiten Mal treffen beide bei einer Weltmeisterschaft aufeinander. In der Vorrunde der WM 1982 verlor das DFB-Team 1:2. Deutschland erreichte durch ein 1:0 im letzten Gruppenspiele gegen Österreich die nächste Runde. Dieses Ergebnis reichte auch Österreich. Algerien schied aus.

"Das ist überhaupt kein Thema bei uns. Ich weiß, dass es in Algerien präsent ist", sagte Löw.

Algerien ist das einzige Land, gegen die das DFB-Team mehr als einmal gespielt und nie gewonnen hat. Das zweite Spiel gegen die Nordafrikaner fand 1964 in Algier statt. Deutschland verlor 0:2.

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Die voraussichtlichen Aufstellungen:

DEUTSCHLAND: Neuer - Boateng, Mertesacker, Hummels, Höwedes - Lahm- Khedira, Kroos - Özil, Götze - Müller

ALGERIEN: M'Bolhi - Mandi, Bougherra, Halliche, Mesbah - Medjani, Bentaleb - Feghouli, Brahimi, Djabou - Slimani

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