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Joachim Löw muss gegen Algerien lange zittern. Die Bilder des Spieltages ZUM DURCHKLICKEN © getty

Joachim Löw spricht nach dem Viertelfinaleinzug gegen Algerien von einem "Sieg des Willens". Per Mertesacker ist gereizt. Stimmen.

München/Porto Alegre - Nach dem 2:1-Zittersieg nach Verlängerung im WM-Achtelfinale gegen Algerien (Spielbericht) schwankt die deutsche Mannschaft zwischen Erleichterung und Trotz.

Bundestrainer Joachim Löw sprach von einem "Sieg des Willens" und nahm seine Spieler trotz phasenweise blamabler Leistung in Schutz. "Das gehört bei einer WM dazu, dass man sich auch mal durchwurschtelt", sagte Löw (914211DIASHOW: Die Bilder des WM-Spieltages).

Ein Lob zollte Löw Torhüter Manuel Neuer, der hinter einer verunsicherten Abwehr häufig Kopf und Kragen riskieren musste. "Es war gut, dass Manuel Neuer weit aus dem Tor kommt und Bälle abfängt", erklärte Löw.

Andre Schürrle freute sich über sein trickreiches Hackentor: "Natürlich war etwas Glück dabei, aber ich wollte es genauso."

Ungehalten reagierte Abwehrspieler Per Mertesacker auf kritische Nachfragen: "Was wollen Sie? Wollen Sie, dass wir schön spielen, oder dass wir weiter kommen?" Mit Blick auf das Viertelfinale gegen Frankreich fügte er hinzu: "Jetzt legen wir uns drei Tage in die Eistonne, dann sehen wir weiter."

SPORT1 hat die Stimmen zum Spiel aus dem "ZDF" zusammengefasst.

Löw: "In der ersten Halbzeit waren wir schlecht. Es wurde in der zweiten besser, und wir hätten das Spiel da schon entscheiden müssen. Es war gut, dass Manuel Neuer weit aus dem Tor kommt und Bälle abfängt. Am Ende war es ein Sieg des Willens, Schürrle und Khedira haben der Mannschaft einen Schub gegeben. Solche Spiele braucht man auch mal. Das gehört bei einer WM dazu, dass man sich auch mal durchwurschtelt."

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Schürrle: "Wir hätten es auch lieber anders geregelt. Die Algerier haben es gut gemacht, in der ersten Halbzeit haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Zum Ende der regulären Spielzeit hätten wir den Sieg schon klar machen müssen. Aber wir sind froh, dass wir jetzt im Viertelfinale stehen. Beim Tor war etwas Glück dabei, aber ich habe es genauso gewollt. Die Franzosen haben noch mehr Qualität. Wir müssen uns steigern."

Philipp Lahm: "Wir wussten, dass es eine schwierige Aufgabe werden würde. Algerien hat gut verteidigt. Aber wir sind ruhig geblieben."

Manuel Neuer: "Es ist ja meine Spielweise, weit vor dem Tor zu stehen und zu helfen. So mache ich es beim FC Bayern ja auch. Andre Schürrle hat uns gut getan, er hat Schwung in unser Spiel gebracht. Danach haben wir zielstrebiger nach vorn gespielt."

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Mertesacker: "Wir haben gekämpft bis zum Ende. Und haben dann überzeugt, vor allem in der Verlängerung. Wir sind weiter, alles andere zählt nicht. Was wollen Sie? Wollen Sie, dass wir schön spielen, oder dass wir weiter kommen? Jetzt legen wir uns drei Tage in die Eistonne, dann sehen wir weiter." (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014)

Oliver Bierhoff: "Man hat gesehen, wie die Jungs gefightet haben. Wir haben wieder einige Chancen herausgepielt und hätten das Spiel früher entscheiden könne, auch wenn die erste Halbzeit natürlich nicht wirklich gut war. Aber man hat gesehen, dass die Mannschaft alles gegeben hat. Frankreich ist natürlich ein anderer Gegner. Ich hoffe, dass wir uns steigern können."

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