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Nach dem Aus ihrer Mexikaner fiebert sie dann mit der deutschen Elf. Das DFB-Trikot steht ihr auf jeden Fall (Copyright: twitter@vanehupp)
Vanessa Huppenkothen moderiert für den mexikanischen Fernsehsender Televisa Deportes. ZUM DURCHKLICKEN: Die besten Bilder von Vanessa Huppenkothen © SPORT1

Vanessa Huppenkothen spricht mit SPORT1 über Fußball-Machos, Machenschaften der FIFA und den heißesten deutschen Spieler.

Von Patrick Mayer

München/Rio de Janeiro - Sie gilt als die schönste TV-Journalistin der Fußball-WM: Vanessa Huppenkothen, 28, hübsch, bildhübsch.

In Mexiko ist sie Kult bei den Fußballfans. Meist im Trikot ihres Heimatlandes zog sie durch die Arenen Brasiliens, interviewte aktuelle und frühere Superstars. Stets machte sie dabei eine blendende Figur (909585DIASHOW: Die schönsten Moderatorinnen der WM).

Auch beim Endspiel in Rio de Janeiro zwischen Deutschland und Argentinien wird sie dabei sein. Ihre Sympathie geht klar ans DFB-Team, schließlich ist ihr Vater ein Deutscher. Bei der SPORT1-Aktion #wirfuer4 zeigte sie schon mal, zu wem sie am Sonntag halten wird (898035DIASHOW: #wirfuer4).

Vor dem Finale (So., ab 20.30 Uhr im LIVE-TICKER) sprach Huppenkothen mit SPORT1 über Machos im Fußballgeschäft, die Machenschaften der FIFA und den heißesten deutschen Spieler.

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SPORT1: Frau Huppenkothen, Sie haben ihre Masterarbeit über die FIFA geschrieben - auch über die Machenschaften des Weltverbandes?

Vanessa Huppenkothen: Meine Masterarbeit für die Universität handelt über die Periode von Joao Havelange und Ricardo Teixeira und darüber, wie die Organisation ohne ein Gegengewicht überleben konnte. Wie bei vielen Dingen im Leben, müssen auch hier viele Fragen unbeantwortet bleiben.

SPORT1: Auf Havelange folgte Joseph "Sepp" Blatter als FIFA-Präsident. Was würden Sie ihn fragen, wenn Sie die Chance hätten, ihn zu interviewen?

Huppenkothen: Warum noch eine Amtszeit? Was würde sich ändern? Was ist der Unterschied zu dem, was Havelange Ihnen hinterlassen hat und was sie Ihrem Nachfolger überlassen werden? Es gibt sehr viele Spekulationen über Korruption bezogen auf die Austragungsorte der Weltmeisterschaften, was können Sie mir dazu sagen?

SPORT1: Korruptionsvorwürfe gab es auch im Vorfeld dieser WM. Es wird viel über die exorbitanten Ausgaben gesprochen - und soziale Benachteiligung. Brasilien wirkt gespalten.

Huppenkothen: Während wir durch Brasilien reisen, sehen wir zwei unterschiedliche Gesichter. Zunächst einmal sind alle Menschen unglaublich freundlich und tolle Gastgeber. Aber auf der anderen Seite ist Brasilien ein Land mit tiefliegenden Problemen. Es ist schon sehr merkwürdig. Als ich im Januar und März hier war, haben die Menschen auf der Straße protestiert, weil sie mit den hohen Kosten nicht einverstanden waren. Und jetzt während der WM sehe ich ein sehr geeintes Land. Aber was hat sich geändert?

SPORT1: Viele Brasilianer lehnen Blatters FIFA ab. Er würde bei Ihren Fragen sicher nervös werden. Es heißt, sie seien die schönste Journalistin dieser WM.

Huppenkothen: Das wichtigste an meinem Beruf ist nicht, ob man schön ist oder nicht. Natürlich hat mein Aussehen mir Türen geöffnet, aber das Wichtigste ist die Glaubwürdigkeit, die beim Zuschauer ankommen muss. Gutes Aussehen macht es manchmal einfacher, einen Job zu bekommen, aber ihn zu behalten und gut darin zu sein, das ist das Schwierige. Sportjournalismus ist nicht einfach. Es ist wesentlich, gut vorbereitet zu sein. Aber der Sport ist schnelllebig. Daher muss man jeden Tag lesen, lernen, informiert sein.

Huppenkothen im Mexiko-Trikot bei der Arbeit:

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SPORT1: Sie sind seit Jahren vorne mit dabei. Ist der Fußball die letzte Domäne des klassischen Machos?

Huppenkothen: Ich bin in diesem Beruf seit sechs Jahren und ja, Männer haben teilweise eine Macho-Einstellung. Es war für mich nicht einfach, in diesem Job zu überleben und aufzusteigen, eben wegen der Vergleiche mit den Männern. Aber es gibt einen Punkt, an dem dich diese Kommentare nicht mehr beeinflussen können. Mache ich einen Fehler, dann können die Menschen sehr gemein werden. Das ist der Grund, warum ich mich jeden Tag vorbereite.

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SPORT1: Was begeistert Sie denn am Fußball?

Huppenkothen: Die Emotion! Es ist beeindruckend, wie viele Menschen vereint sein können während eines einzigen Fußballspiels. Es ist der Sport, der alles vereint.

SPORT1: Zuletzt begeisterte die deutsche Mannschaft Fans auf der ganzen Welt. Welchen Nationalspieler würden Sie gerne mal vors Mikrofon bekommen?

Huppenkothen: Jeder deutsche Spieler ist attraktiv für ein Interview. Philipp Lahm zum Beispiel. Mit ihm würde ich darüber reden, dass er ein sehr variabel einsetzbarer Spieler ist und auf beinahe jeder Position spielen kann. Ich würde ihn fragen, woher diese Flexibilität kommt und welche Position er am liebsten mag.

SPORT1: Eine Umfrage in Deutschland ergab einst, dass Mats Hummels der heißeste deutsche Spieler sei.

Huppenkothen: Ich habe in der Tat eine Reportage über gut aussehende Fußballspieler der WM gemacht und Mats Hummels war unter meinen Top 5! Er ist gut aussehend, aber vor allem seine Ausstrahlung während der Fußballspiele ist attraktiv und männlich.

SPORT1: Sie kennen sich gut aus im deutschen Fußball. Ihr Vater stammt aus dem Ruhrgebiet. Es heißt, Sie hätten als Kind im Parkstadion auf Schalke in der Kurve gestanden.

Huppenkothen: Der deutsche Fußball war immer ein Teil meines Lebens seitdem ich ein kleines Mädchen war. Ich bin ein großer Fan der Bundesliga. Ich meine, dass sie mittlerweile die beste Liga weltweit ist. Meine Besuche im Parkstadion erinnern mich an schöne Zeiten mit einer Menge Spaß. Ich war noch nicht in der neuen Arena, aber hoffe, dass ich bald mal dort sein kann.

SPORT1: Dann reisen Sie vielleicht in das Land des neuen Weltmeisters. Und Sie werden Joachim Löw nach dem Finale im Deutschland-Trikot interviewen?

Huppenkothen: Natürlich, gerne! Ich habe das deutsche Trikot schon jedes Mal an, wenn Deutschland spielt und würde mich sehr freuen, wenn Deutschland Weltmeister wird.

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