Kolumbiens Shootingstar James Rodriguez will im WM-Viertelfinale Brasiliens Neymar in den Schatten stellen und Shakira verzücken.

Von Denis de Haas

München - Shakira erlebt bei dieser WM ein Wechselbad der Gefühle.

Ihrem Lebensgefährten Gerard Pique musste die Popsängerin Trost spenden. Der Abwehrspieler verabschiedete sich mit Spanien bereits nach der Vorrunde (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

Dafür ist Shakiras zweiter Liebling länger in Brasilien geblieben und zieht dort seine große Zaubershow ab:

Kolumbiens James Rodriguez hat das Fanherz seiner prominenten Landsfrau im Turnierverlauf erobert.

"Ein riesengroßes Dankeschön, James. Das Beste der bisherigen WM", twitterte Shakira nach dem Achtelfinal-Erfolg über Uruguay (Bericht).

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Fünf Tore, zwei Vorlagen - so lautet die eindrucksvolle Bilanz des offensiven Mittelfeldspielers.

Knüpft er am Freitag (ab 21.30 Uhr im LIVE-TICKER) an seine Glanzleistungen an, könnte James Rodriguez für Tristesse beim Gastgeber sorgen.

"James ragt heraus, wir müssen uns vor ihm ganz besonders in Acht nehmen", warnte Brasiliens Fernandinho.

Zwei Zehner im Fokus

Beim Viertelfinale in Fortaleza stehen die beiden Spieler mit der Nummer zehn im Fokus.

Neymar gegen James Rodriguez. Ein Duell, das die Fußballfans elektrisiert. Zwei Ausnahmekönner, die sich um den Goldenen Ball für den besten WM-Spieler bewerben.

"Keine Ahnung, wer der bessere Spieler ist. Ich hoffe, sein Zyklus endet jetzt", sagt der 22-jährige Neymar im Vorfeld über seinen gleichaltrigen Kontrahenten.

Doch James besitzt einen großen Vorteil: Er hat keinen Druck.

Während Neymar den Titel für seine 200 Millionen Landsleute holen muss, gilt Kolumbien immer noch als Geheimfavorit.

Und ihren Schlüsselspieler hatte mit Sicherheit niemand als WM-Superstar auf der Rechnung.

Zwar war James dem AS Monaco vor einem Jahr schon 45 Millionen Euro bei seinem Transfer vom FC Porto wert. Doch für großes Aufsehen konnte der Kolumbianer in seiner Karriere noch nicht sorgen.

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Im Schatten von Falcao

Monaco hatte schließlich in der abgelaufenen Saison keine Auftritte in der Champions League. Zu den Ligaspielen ins Stade Louis II kamen oftmals weniger als 10.000 Zuschauer.

"James ist ein herausragender Fußballer", sagte sein Teamkollege Andeas Wolf zwar zu SPORT1.

Doch in Verein und Nationalmannschaft stand er eindeutig im Schatten von Radamel Falcao.

Als sich der Angreifer dann im Januar das Kreuzband riss, übernahm sein jüngerer Landsmann das Kommando.

James Rodriguez führte Monaco zur Vize-Meisterschaft und Kolumbien zum ersten Mal unter die besten Acht bei einer WM.

Mit seinen beiden wunderschönen Toren im Achtelfinale gegen Uruguay schoss er sich endgültig ins Rampenlicht.

Förderer ein Vertrauter von Drogenboss Escobar

Nun erfahren die Fußballfans mehr über James Rodriguez: Etwa, dass er als Zwölfjähriger bei einem Jugendturnier auf sich aufmerksam machte.

Gustavo Adolfo Upegui Lopez gilt als sein Entdecker. Der frühere Vertraute von Drogenbaron Pablo Escobar transferierte James nach Argentinien, wo er für den CA Banfield spielte.

Mit 18 Jahren wechselte der Mittelfeldspieler dann nach Porto.

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Auch mit der Gründung einer Familie begann er früh. Seine Frau Daniela ist die Schwester von Kolumbiens Nationaltorwart David Ospina.

Mit ihr hat James eine kleine Tochter namens Salome.

Monaco nur als Zwischenstation?

Die Familie könnte bald von Monaco wieder wegziehen. James' Leistungen bei der WM dürften die europäischen Topklubs auf den Plan gerufen haben.

Real Madrid und FC Barcelona sollen interessiert sein. "Ich würde Real bevorzugen", sagte der Kolumbianer, an dem vor einem Jahr auch Borussia Dortmund interessiert war.

Nun konzentriert sich der Umworbene aber erst auf die WM. Von seinem Trainer hat James vor dem Viertelfinale ein Sonderlob erhalten.

"Das gewisse Etwas"

"Wir sind auf allen Positionen gut besetzt, aber er gibt uns das gewissen Etwas", sagt Coach Jose Pekerman über seinen Torjäger, dem er auch positive Entwicklung auf charakterlicher Ebene bescheinigt:

"Er ist erwachsen geworden und geht toll mit der Verantwortung um."

Sollte James die Kolumbianer bis ins Finale führen, könnte er sich dort auf prominente Unterstützung verlassen. Edelfan Shakira tritt bei der Schlussfeier auf.

Sie sang auch schon 2010 vor dem Enspiel und konnte später mit Pique jubeln. Womöglich feiert sie diesmal mit ihrem zweiten Liebling.

Hier foppt James seine Teamkollegen

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