Franz Beckenbauer hat angesichts der großen Sommer-Hitze im Wüstenstaat Katar vorgeschlagen, die WM 2022 im Winter auszutragen. "Ja, warum nicht? Die Spielpläne der großen westeuropäischen Ligen müssten 2012 verändert werden. Das wäre kein allzu gravierender Einschnitt", sagte das FIFA-Exekutivmitglied im Interview mit der "Bild-Zeitung": "Es wäre eine Alternative dazu, Stadien und Fanzonen mit Riesenaufwand zu klimatisieren."

Die Hitze ist eine der größten Sorgen der Öffentlichkeit nach der umstrittenen Entscheidung des Weltverbandes FIFA, die Austragung der WM nach Katar zu vergeben. Im Sommer erreichen die Temperaturen dort bis zu 50 Grad. Diese sollen laut Planung der Organisatoren in den zwölf neuen Stadien auf 27 Grad heruntergekühlt werden.

Trotz aller Bedenken appellierte Beckenbauer dafür, dem Gastgeber der Titelkämpfe 2022 "eine faire Chance" zu geben. "Auch bei Südafrika gab es Bedenken, und am Ende haben wir dort eine fantastische WM erlebt." Er sei sich sicher, dass dies auch den Kataris gelingen werde. "Sie werden das stemmen", sagte der 65-Jährige.

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