Die Festnahme der als Spionin verdächtigten Russin Katia Zatuliweter im britischen Parlament greift nun auch auf den Fußball über. Die Russen sehen die Verhaftung der 25-Jährigen am Donnerstag als Revanche der Engländer für den verpassten Zuschlag zur Austragung der Weltmeisterschaft 2018 an.

"Wenn die Engländer bei der Wahl zur Austragung der WM 2018 nicht solch einen Schlag ins Gesicht kassiert hätten, wäre es nicht zu diesem Spionage-Skandal gekommen", schrieb die Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda".

Russland war am vergangenen Donnerstag in Zürich zum Gastgeber der WM 2018 gewählt worden, England dagegen mit nur zwei der insgesamt 22 Stimmen bereits im ersten Wahlgang ausgeschieden.

Wenig später hatte der britische Geheimdienst Zatuliweter festgenommen, nachdem der Verdacht aufgekommen war, die 25-Jährige arbeite als sogenannte "Schläferin" für den liberaldemokratischen Abgeordneten Mike Hancock. Dieser wies den Vorwurf gegen die Russin entschieden zurück, Zatuliweter selbst hat ihre geplante Abschiebung angefochten.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel