Der Fußball-Weltverband FIFA ist offensichtlich reformresistent. "Wir haben erst am Donnerstag gewählt. Es gab keine Diskussion über eine Reform unseres Wahlsystems. Das ist nicht Teil unserer Diskussion im Augenblick", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke am Montag.

Am vergangenen Donnerstag hatte das Exekutivkomitee der FIFA die WM-Endrunden 2018 (Russland) und 2022 (Katar) vergeben. Vor allem die Ausrichterrolle des Emirats Katar, bislang noch nie WM-Teilnehmer, hatte zu internationaler Entrüstung und Ablehnung geführt.

Wegen der Sperre der FIFA-Exekutivmitglieder Reynald Temarii (Haiti) und Amos Adamu (Nigeria) standen bei dem Votum in Zürich nur 22 der 24 Exekutivmitglieder zur Verfügung.

Laut Satzung des Weltverbandes müssen aber 24 Exko-Mitglieder über die WM-Vergabe abstimmen, damit sie gültig ist. Alleine deshalb könnten die unterlegenen Kandidaten die Wahl juristisch anfechten.

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