DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat im Zusammenhang mit der Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an das Emirat Katar das verstärkte Austragen von Turnieren in Ländern ohne große Fußball-Tradition kritisiert.

"Die Vergabe der WM 2022 nach Katar ist das eine, aber wenn ich sehe, dass die kommenden Europameisterschaften der U17 und U19 in Rumänien, Serbien, Estland, Litauen und der Slowakei stattfinden, muss man das schon hinterfragen dürfen", sagte der Europameister von 1996 der "Welt".

Weiter führte der gebürtige Dresdner aus: "Denn man darf nicht vergessen, dass die großen Fußballnationen diesen Sport zu dem gemacht haben, was er heute ist. Der Solidargedanke ist grundsätzlich richtig, aber man sollte auch die Verhältnismäßigkeiten berücksichtigen."

Die WM-Vergabe 2022 an Katar hatte zu einem Aufschrei der Entrüstung geführt, auch in Deutschland. Viele Experten hatten die Entscheidung des Exekutivkomitees des Weltverbandes FIFA am vergangenen Donnerstag in Zürich harsch kritisiert.

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