Trainer Arsene Wenger vom FC Arsenal geht im Hinblick auf eine mögliche Verlegung der Fußball-WM 2022 in Katar in den Winter auf Konfrontationskurs mit FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

"Das würde für Probleme zwischen den Klubs und den Ländern und der FIFA sorgen", sagte der Franzose am Freitag auf der Arsenal-Pressekonferenz zu konkreten Überlegungen, die Endrunde 2022 wegen der klimatischen Bedingungen in den Winter zu schieben.

Derzeit herrschen in Katars Hauptstadt Temperaturen um die 25 Grad Celsius, im Sommer kann es im Emirat am Persischen Golf 50 Grad heiß werden.

Wenger sieht durch eine Verlegung Probleme, die nicht zu lösen seien. "Das würde bedeuten, dass man weltweit den kompletten Spielplan reorganisieren müsste. Ich kann nicht sehen, dass das funktioniert", sagte der Erfolgscoach, der damit Zustimmung von vielen seiner Kollegen in England erhielt.

Wenger begegnete dem Vorhaben mit typisch britischem Humor. "Es sieht aus wie eine Idee, die aus dem Nichts kommt, weil bei der Vergabe der WM nicht gesagt wurde, für was man da stimmt", sagte Wenger.

Mit Blick auf den Spielplan in der Premier League setzte Wenger noch einen drauf: "Wie sie wissen, haben wir eine Weihnachtsperiode, die sehr intensiv ist. Und England wäre sicherlich sehr glücklich, gleich danach im Januar die WM zu spielen."

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