Die Kritik des FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter am Stand der Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2014 hat in Brasilien hohe Wellen geschlagen.

Marcia Lins, Staatssekretärin für Sport in Rio de Janeiro, wies die Vorwürfe in einem Interview zurück: "Blatter muss sich keine Sorgen machen, wir werden den Zeitrahmen einhalten."

Blatter hatte am Montag intensivere Bemühungen der Organisatoren gefordert. Poltitische Querelen würden speziell in Rio, wo im Maracana-Stadion das Finale stattfinden soll, sowie in Sao Paulo die Arbeiten behindern. In Sao Paulo soll das Eröffnungsspiel ausgetragen werden, doch dort wurde mit dem Bau noch nicht einmal begonnen.

Die brasilianische Regierung und das lokale Organisationskomitee luden Blatter daraufhin ein, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen. "Wenn die FIFA Zweifel haben sollte, können diese ausgeräumt werden. Sie können gern kommen und die Fortschritte am Maracana-Stadion beobachten," bekräftigte auch Lins. "Wir haben überall Kameras montiert, die den Fortschritt dokumentieren, und das OK besucht die Baustelle täglich. Das Stadion wird im Dezember 2012 fertig sein, sodass der Confederations Cup 2013 in jedem Fall stattfinden kann."

Blatter hatte befürchet, dass 2013 beim Konföderationen-Pokal keine Spiele in Rio de Janeiro und Sao Paulo zu sehen sein könnten, wenn die Bauarbeiten in diesem Tempo weitergingen.

Die Pläne zur Sanierung des Fußball-Tempels in Rio werden offiziell am 19. April bekannt gegeben. Bislang ist noch nicht klar, ob der Oberrang saniert oder aber abgerissen und komplett neu errichtet wird. "Wenn wir uns für eine Sanierung entscheiden, gewinnen wir vielleicht zehn Jahre. Sollten wir neu bauen, verlängern wir die Nutzungsdauer des Stadions um zwanzig oder sogar dreißig Jahre," sagte Lins.

Allerdings würden in diesem Fall auch die bislang veranschlagten Kosten für die Renovierung von 705 Millionen Reais (rund 300 Millionen Euro) auf über eine Milliarde Reais steigen.

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