DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder hat sich im Kampf gegen die Korruption im Fußball-Weltverband FIFA für eine Revolution ausgesprochen. "MV" will die Weltmeisterschaften künftig verlosen. "Warum soll der Fußball besser sein als die Gesellschaft und es im Fußball keine Korruption geben? Das Vergabe-Verfahren muss verändert werden, um jeden Verdacht auszuräumen", sagte Mayer-Vorfelder der "Sport Bild".

Der 78-Jährige, der bei der FIFA noch der Spielerstatuten-Kommission angehört, verwies in diesem Zusammenhang auf einen Vorschlag des früheren Funktionärs Guido Tognoni.

"Die Vorschriften für die WM-Bewerbung sollten sehr präzise und eng sein. Dann wird festgestellt, welche Bewerber diese Bedingungen erfüllen. Von sechs Bewerbungen bleiben drei, vier übrig, über die nicht mehr das FIFA-Exektuivkomitee abstimmt, sondern das Losverfahren entscheidet. So kann sich die FIFA von Korruptionsvorwürfen freischwimmen", sagte "MV".

DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach sich gegen eine Verlosung der künftigen Weltmeisterschaften aus. "Wer soll denn sonst die WM vergeben, wenn nicht das Exko oder, wie auch von Sepp Blatter schon geäußert, der FIFA-Kongress? Wir können doch nicht die wichtigste Entscheidung, die der Fußball zu treffen hat, in die Hände Dritter legen. Dann würden wir uns selbst aufgeben", sagte Zwanziger.

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