Mit einem flammenden Appell an seine Landsleute sowie derben Seitenhieben Richtung Ricardo Teixeira und WM-Stadt Sao Paulo hat Brasiliens Fußball-Idol Pele am Freitag offiziell seine Funktion als Ehrenbotschafter seines Landes für die WM 2014 angetreten.

Wie Sportminister Orlando Silva verkündete, soll der FIFA-Jahrhundertfußballer ab sofort "das Gesicht der WM" werden.

Dabei wäre der 70-jährige Pele beim WM-Startschuss mit der Qualifikations-Auslosung am Samstag in Rio de Janeiro fast außen vor geblieben. "Ich gehe nur dann zu einem Fest, wenn ich auch eingeladen bin. Teixeira entscheidet, wen er dabei haben will und wen nicht. Mich hat er nicht eingeladen", sagte der dreimalige Weltmeister.

Pele, der schon bei der Wahl Brasiliens zum Ausrichterland im Oktober 2007 fehlte, hat ein angespanntes Verhältnis zum Chef des lokalen Organisationskomitees.

So bemängelte Pele Teixeiras Verhalten gegenüber englischen Journalisten, denen er wegen deren Korruptionsvorwürfen strikt Interviews verweigert. "Diese Kontroverse ist nicht gut für Brasilien", kritisierte Pele.

Auch die WM-Stadt Sao Paulo bekam wegen der lange Zeit ungeklärten Stadionfrage einen Rüffel. `Das ist bedauerlich. Jetzt werden wir uns anstrengen müssen, dass nichts schief läuft", bemerkte Pele, der laut Sportminister Silva als Repräsentant und Ratgeber fungieren wird.

Seine Landsleute mahnte der frühere Weltklassestürmer, statt wie derzeit noch gegen die WM zu arbeiten, mit 190 Millionen ein Team zu bilden. "Es wäre traurig, wenn wir zwei Jahre dafür gearbeitet haben, die WM und Olympia nach Brasilien zu holen, und am Ende bekommen wir die Events nicht auf die Beine", sagte Pele.

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