Der umstrittene Präsident des brasilianischen Fußball-Verbandes (CBF), Jose Maria Marin, will trotz neuer Negativschlagzeilen bis 2015 im Amt bleiben.

Dies gab der 80-Jährige bei der CBF-Generalversammlung am Dienstag bekannt.

Marin warb um das Vertrauen der 27 Landesverbände und kündigte an, für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Zuvor waren Korruptionsvorwürfe gegen Marin bekannt geworden, er soll zudem in die Machenschaften der Militärdiktatur verstrickt gewesen sein.

Die Tageszeitung "Folha de Sao Paulo" hatte in dieser Woche berichtet, Marin solle Ende Juni 2012 den Kauf eines Bürogebäudes für den Verband angekündigt haben, ein Vertrag sei aber erst zwei Monate später zustande gekommen.

In der Zwischenzeit waren die Büroräume an andere Firmen veräußert und dem CBF überteuert in Rechnung gestellt worden. Die entstandenen Mehrkosten beliefen sich laut Folha auf umgerechnet knapp zwölf Millionen Euro.

Neben den Korruptionsvorwürfen wird derzeit auch Marins Rolle in der Zeit der Militärdiktatur untersucht.

Brasiliens Fußball-Idol Romario, der heute als Parlamentsabgeordneter arbeitet, forderte deshalb mehrfach den Rücktritt des CBF-Präsidenten.

Marin hatte das Amt im März 2012 vom zurückgetretenen Ricardo Teixeira übernommen.

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