Australiens Verband FFA hat die FIFA vor einer Verlegung der WM 2022 in Katar in den Winter gewarnt und mit Schadenersatzforderungen gedroht.

FFA-Präsident Frank Lowy mahnte vor der Sitzung der FIFA-Exekutive am 3. Oktober an, eine Entscheidung über den Termin der umstrittenen Weltmeisterschaft intensiv auf die Folgen für die einst unterlegenen Bewerber wie Australien und die internationalen Spielkalender hin zu prüfen.

Zudem solle ein Beschluss nicht vor dem Ende der Ermittlungen der FIFA-Ethikkommission zum Vergabeverfahren der WM 2022 gefällt werden.

"Wenn diese Dinge abgeschlossen sind, kann man eine saubere Einschätzung über eine Verlegung und ihre Konsequenzen treffen", erklärte Lowy.

Bereits im Juli habe er einen entsprechenden Brief an FIFA-Präsident Joseph Blatter geschrieben.

Wegen der intensiven öffentlichen Debatte um die WM in Katar habe er nun seine Forderungen publik gemacht.

Die FFA fordert demnach eine prinzipielle Entscheidung für eine Entschädigung der Nationen, die gemäß der FIFA-Vorgaben Millionen in die Bewerbung für eine Sommer-WM investiert hätten.

Gegen Katar waren neben Australien auch Japan, Südkorea und die USA gescheitert.

Zudem sollten auch die nationalen Ligen Kompensationszahlungen erhalten, die im Falle einer WM-Verlegung in den Winter ihren Spielplan umbauen müssen. Auch hier wäre Australien betroffen.

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