Die brasilianische Regierung macht sich Sorgen über zu hohe Eintrittspreise für nationale Fußballspiele in den neuen WM-Stadien.

Es sei zwar Konsens, dass die neuen Stadien wertvoll für den brasilianischen Fußball seien, sagte Sportminister Aldo Rebelo am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Treffen mit Vereinspräsidenten und Stadienbetreibern in Brasília.

"Aber es besteht das Risiko, dass ein Teil der Fans, und zwar die mit weniger Einkommen, ausgeschlossen werden." Die Ticketpreise - ohne Ermäßigung - für die Partie der Erstliga-Clubs Flamengo und Santos im Mai im neuen Stadion in Brasília begannen bei 160 Reais (53 Euro).

Der Monatsmindestlohn liegt in Brasilien bei 622 Reais (206 Euro).

Für die WM 2014 wurden zwölf Stadien neu gebaut beziehungsweise saniert. Das Investitionsvolumen beläuft sich derzeit auf insgesamt rund acht Milliarden Reais (2,65 Mrd. Euro).

Rebelo bat die Clubs, Möglichkeiten für günstigere Tickets zu prüfen. Öffentliche Gelder soll es dafür nicht geben.

Er verwies auf Pläne des Vereins Corinthians, der in seinem neuen Stadion in São Paulo künftig 40 Prozent der Kapazität für Tickets bis 50 Reais (16,5 Euro) reservieren wolle.

Hier gibt's alle News zum internationalen Fußball

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel