Die brasilianische Bischofskonferenz CNBB hat die Rote Karte gegen die Weltmeisterschaft und den Weltverband FIFA gezückt.

Das pastorale Tourismus-Amt verteilt bereits in den zwölf WM-Städten eine dreisprachige Broschüre mit der Kernaussage: "Der Erfolg der WM misst sich weder am Geld, das in die lokale Wirtschaft fließt, noch am Gewinn für seine Sponsoren."

Gleich acht Kritikpunkte an der WM und seiner Vorbereitung werden in einem roten Kasten in dem Schriftstück aufgeführt.

Der erste ist der "Ausschluss von Millionen von Bürgern vom Recht auf Information und Teilnahme an entscheidenden Prozessen von Bauprojekten, die für die WM umgesetzt wurden".

Einen Tadel erhielten die WM-Organisatoren für die "Umsiedlung von Familien und Kommunen", um Stadien zu errichten oder Verbesserung in die Verkehrsinfrastruktur durchzuführen.

Kritisiert wurde zudem die "Umkehrung von Prioritäten" bei der Nutzung öffentlicher Gelder, die vor allem im Gesundheitswesen, der Bildung, der Abwasser-Entsorgung, dem Personen-Transport und der Sicherheit bessere Verwendung fänden.

Die Kirche habe laut der Broschüre in den nächsten Wochen auch ein besonderes Auge darauf, dass Obdachlose nicht von öffentlichen Plätzen vertrieben werden, weil sie dort stören, und dass Touristen nicht Sextourismus praktizieren.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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