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Der Weltmeister von 1990 führt das US-Team zur WM in Brasilien. Dann streicht er überraschend seinen Star Landon Donovan aus dem Kader. Doch der Erfolg soll ihm Recht geben
Jürgen Klinsmann (l.) wird für die Nicht-Nominierung von Landon Donovan kritisiert © getty

Jürgen Klinsmann, Trainer der Nationalmannschaft der USA, ist im TV-Sender "ESPN" heftig von einem bekannten US-Journalisten beschimpft worden.

Michael Wilbon, einer von zwei Diskutanten der täglichen Sport-Talksendung "Pardon the Interruption" ("Verzeihen Sie die Störung"), forderte den ehemaligen Bundestrainer in einer Polemik dazu auf, "zur Hölle nochmal" die USA zu verlassen: "Verschwinde aus Amerika".

Auslöser der Tirade von Wilborn war offensichtlich Klinsmanns Bemerkung in einem Interview mit dem Magazin der "New York Times".

Angesprochen auf die Reaktionen auf die Ausbootung von Landon Donovan aus dem US-Kader für die WM in Brasilien hatte der Trainer des letzten deutschen Gegners in der Gruppe G entgegnet, es sei typisch für Amerika, dass vergangene Leistungen honoriert würden. Klinsmann lebt seit 1998 in den USA.

Als Beispiel für seine These hatte Klinsmann Basketball-Superstar Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers angeführt. "Warum bekommt er eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre für 50 Millionen Dollar? Für das, war er in den kommenden zwei Jahren für die Lakers tun wird? Natürlich nicht. Er bekommt es für das, was er getan hat. Und das ergibt keinen Sinn. Warum für etwas bezahlen, was schon passiert ist?"

In seiner Reaktion darauf rastete Wilbon förmlich aus. Klinsmann wolle offensichtlich jedem erklären, wie US-Sport zu funktionieren habe. Er solle lieber verschwinden. Außerdem warf er ihm ihn seiner Suada vor, "keinen Mumm" zu haben, "noch nichts gewonnen" zu haben.

Darüber hinaus bekomme Klinsmann schließlich auch Geld für etwas, "was er gestern getan hat - und noch dazu 4000 Meilen entfernt".

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