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Alcides Ghiggia stürzte Fußball-Brasilien einst in eine tiefe Krise © getty

Brasiliens größter Fußball-Schreck hat dem WM-Gastgeber die Furcht vor einer Wiederholung des Traumas von 1950 genommen.

"Ich glaube nicht an ein neues 'Maracanazo'", sagte Alcides Ghiggia am Samstag auf einer Sponsorenveranstaltung in Rio de Janeiro unweit des Maracana-Stadions.

Dort war Ghiggia (87) 1950 bei der ersten Fußball-WM in Brasilien im entscheidenden Finalrundenspiel gegen die Selecao der 2:1-Siegtreffer für Uruguay gelungen.

Sein Treffer stürzte Brasilien in eine Identitätskrise fundamentalen Ausmaßes. Viele Brasiliener fürchten bei der kommenden WM ab 12. Juni eine Wiederholung dieses "Maracanazos".

An das unter diesem Begriff in die Fußball-Geschichte eingegangene 2:1 habe er noch viele gute Erinnerungen, sagte der frühere Stürmer.

"Ich habe in den Jahren aber viele Freunde hier gemacht und bedauere sehr, was damals passiert ist", bekannte der letzte Überlebende dieses sportlichen Dramas, der deshalb zugab: "Ich hoffe, Brasilien wird Weltmeister, damit alle hier das genießen können."

Kritik übte Ghiggia dagegen an Uruguays Nationaltrainer Oscar Tabarez.

"Das Team ist praktisch das gleiche wie 2010. Ich denke, wir hätten einen Neuanfang machen müssen, aber der Trainer hat das Sagen", meinte das Idol.

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