Brasiliens ehemaliger Verbandspräsident Ricardo Teixeira sieht sich wenige Tage vor WM-Start neuen Geldwäsche-Vorwürfen ausgesetzt.

Laut Recherchen der französischen Internet-Zeitung "Mediapart" taucht "ein ehemaliger FIFA-Funktionär, der in einer Korruptionsaffäre verstrickt war", mit mehr als 30 Millionen Euro auf der Kundenliste einer ins Zwielicht geratenen Bank aus dem Fürstentum Monaco auf.

Dabei soll es sich um den früheren CBF-Boss handeln, der demnach zwischen 2010 und 2013 Millionen-Beträge über die Banque Pasche bewegt habe.

"Mediapart" führt ein abgehörtes Telefonat eines hochrangigen Bankangestellten als Beweis an, in dem es heißt: "Ich hatte einen großen Brasilianer als Klienten. Keiner in Monaco wollte ihm ein Konto eröffnen."

Und weiter: "Wir wissen, dass er Geld als Gegenleistung für einen Gefallen bekommen hat, aber das ist keine politische Geschichte."

Die Plattform gibt weiter an, mit Dokumenten belegen zu können, dass es sich bei der beschuldigten Person um Teixeira handle. So lägen unter anderem von der Pasche-Bank bezahlte Hotelrechnungen mehrerer Aufenthalte Teixeiras in Monaco vor.

Teixeira und sein früherer Schwiegervater Joao Havelange, langjähriger Präsident des Weltverbandes, hatten im Schmiergeldskandal um die inzwischen pleite gegangene FIFA-Vermarktungsagentur ISL Millionen kassiert, was im Juni 2012 erstmals veröffentlichte Gerichtsdokumente einer Schweizer Justizbehörde dokumentieren.

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