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Durch Streiks in Sao Paulo kam es zum Verkehrs-Chaos und Massenaufläufen © facebook

Vier Tage vor dem Eröffnungsspiel der WM scheint in Sao Paulo der Konflikt zwischen den streikenden U-Bahn-Bediensteten und den Behörden zu eskalieren.

Die Arbeitnehmer kündigten am Sonntagnachmittag (Ortszeit) an, ihren Arbeitskampf fortzusetzen, obwohl ein Gericht in der brasilianischen Metropole den Streik wenige Stunden zuvor als illegal eingestuft hatte.

"Unsere Versammlung hat beschlossen, dass wir weiter streiken. Nun werden wir über die nächsten Schritte entscheiden", sagte ein Gewerkschaftssprecher.

Wenig später kündigte die Gewerkschaft für Montagmorgen eine Protestkundgebung an jenem U-Bahnhof an, an dem es am Freitag zu massiven Zusammenstößen mit der Polizei gekommen war.

Die Ordnungshüter hatten Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt.

Das Gericht hatte angeordnet, dass jeder weitere Streiktag eine Geldbuße von umgerechnet 160.000 Euro nach sich ziehen würde.

Für die ersten vier Streiktage wurde eine Strafe von umgerechnet 32.000 Euro verhängt.

Der Streik hatte in der Millionen-Metropole in den vergangenen Tagen ein Verkehrs-Chaos verursacht.

Teilweise hatten sich die Staus auf über 200 km summiert. Täglich nutzen normalerweise 4,5 Millionen Fahrgäste das U-Bahn-Netz in Sao Paulo.

Da drei der fünf Untergrundlinien durch den Streik quasi stillgelegt wurden, waren viele Personen auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstätte auf Privat-PKW umgestiegen.

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