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Der DFL-Vorsitzende Christian Seifert will über die Kosten der Torlinientechnik vorab informieren
Die FIFA hat keinen Zweifal an der Torlinientechnik © imago

Der Weltverband FIFA hat wenige Tage vor der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) die letzten Zweifel an der erstmals beim Weltturnier eingesetzten Torlinientechnik zerstreut.

"Wir können dem System vertrauen, es funktioniert zu 100 Prozent", sagte Johannes Holzmüller, Chef des für die Einführung der Technik verantwortlichen FIFA Quality Programmes.

Nur die Technik sei in strittigen Situationen in der Lage, mit hundertprozentiger Sicherheit zu sagen, ob der Ball im Tor war oder nicht, ergänzte Holzmüller.

Die FIFA wolle mit der Neuerung, die beim Confed Cup 2013 in Brasilien und bei der Klub-WM 2013 in Marokko erfolgreich getestet worden war, "die Schiedsrichter schützen, das ist die Idee dahinter".

Anlass für die Einführung seien zwei Szenen bei der WM 2010 in Südafrika gewesen, darunter das nicht gegebene Tor des Engländers Frank Lampard im Achtelfinale gegen Deutschland. "Obwohl ich Deutscher bin muss ich zugeben, dass der Ball wahrscheinlich über der Linie war", sagte Holzmüller schmunzelnd.

In Brasilien habe dennoch der jeweilige Schiedsrichter das letzte Wort bei allen Entscheidungen.

Außerdem dürfen die Referees selbst entscheiden, ob sie die Technik nutzen wollen oder nicht.

Dirk Broichhausen, Geschäftsführer der die Technik zur Verfügung stellenden Firma GoalControl, sprach von einem "historischen Moment" für sein Unternehmen.

Weil das System sicher und nicht manipulierbar sei, gehe er "sehr entspannt" ins Turnier.

Die von der FIFA vorgeschriebene Messtoleranz von künftig 15 mm unterschreite die Technik deutlich.

In Brasilien liege sie je nach Stadion zwischen fünf und zehn Millimetern.

Hier gibt es alles zur WM 2014

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