vergrößernverkleinern
Thomas de Maiziere freut sich über das faire Auftreten
© getty

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere blickt im Vorfeld der WM in Brasilien mit Sorge auf die vielen Verletzungen im DFB-Team und auch in Kadern anderer Nationen. Der für den Sport zuständige Bundesminister plädierte deshalb für eine Verschlankung der Spielpläne.

"Wir haben viele Spiele. Die Bundesliga, Freundschaftsspiele und dann noch Champions League. Und die schnelle Art des Spiels führt zu hohem Verschleiß", sagte der CDU-Politiker und ergänzte:

"Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir vor lauter TV-Rechten und toller Spiele die jungen Menschen in ihren Körpern nicht überfordern. Wenn 27-Jährige schon Verschleißerscheinungen haben wie früher 35-Jährige, dann muss uns das nachdenklich machen."

Zuletzt erst mussten die Top-Stars Marco Reus (Deutschland), Franck Ribery (Frankreich) und Radamel Falcao (Kolumbien) ihre Teilnahme an der Endrunde in Brasilien absagen. Im deutschen Team haben derzeit Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Philipp Lahm mit Folgen von Verletzungen zu kämpfen.

Für de Maiziere sind in erster Linie die vielen Spiele, die die Profis von Top-Vereinen absolvieren müssen, ausschlaggebend für die Entwicklung. "Ich glaube nicht, dass die Trainingsmethoden oder die gesundheitliche Versorgung für die Verletzungsanfälligkeit ausschlaggebend sind", sagte der BVB-Fan:

"Nicht jeder Verein kann so auf Rotation setzen wie Bayern München. Mittelgute Mannschaften, die immer mit dem gleichen Kader spielen müssen, sind überfordert. Ich glaube, wir stoßen an Grenzen."

Hier gibt es alles zur WM 2014

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel