vergrößernverkleinern
Thomas de Maiziere warnt vor dem Verfall in die Mittelmäßigkeit
© getty

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere rechnet bei der WM in Brasilien nicht mit deutschen Hooligans. Die hohen Kosten für die Reise nach Südamerika würde viele potenzielle Gewalttäter von einem Besuch abschrecken.

"Das können sich viele von denen nicht leisten", sagte der für den Sport zuständige Bundesminister.

Von Einreiseverboten für Hooligans nach Brasilien hätten die deutschen Behörden bislang abgesehen, wie de Maiziere bestätigte. Stattdessen setze man auf Aufklärung.

"Wir haben in den vergangenen Wochen über 500 Gefährderansprachen geführt", sagte der CDU-Politiker. Dabei wird den erfassten Krawallmachern im "ernsten Beratungsgespräch" erörtert, welche Konsequenzen ein gewaltsames Auftreten für sie habe.

Sieben deutsche Polizisten sind in Brasilien vor Ort. Die Beamten helfen ihren brasilianischen Kollegen im Umgang mit deutschen Fangruppen.

"Die Größenordnung von unter zehn Beamten ist ungefähr das, was wir bei früheren Großveranstaltungen außerhalb Europas aufgeboten haben", sagte de Maiziere. Die Zusammenarbeit mit den brasilianischen Behörden sei zunächst "etwas schwer in Gang" gekommen, mittlerweile tausche man sich aber gut aus.

Deutsche Touristen bräuchten nach Einschätzung des Ministers in Brasilien keine Angst vor Übergriffen zu haben. "Wenn unsere Fans die Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes beachten, die dringend von Favela-Besuchen abraten, bin ich zuversichtlich, dass wir ein fröhliches Fußball-Fest erleben", sagte de Maiziere.

Hier gibt es alles zur WM 2014

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel